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Michael Phelps meldet sich eindrucksvoll zurück. Der erfolgreichste Olympionike der Historie legt eine Topleistung hin. Del Potro sorgt für den emotionalen Höhepunkt. Die Olympia-Nacht.

Die Schlagzeilen:

  • Megastar Phelps fliegt zum 19. Gold (Mo., 4.59 Uhr)
  • Del Potro schaltet sensationell Djokovic aus (Mo., 4.10 Uhr)
  • Biedermann locker ins Finale (Mo., 3.42 Uhr)
  • Boll zittert sich zum Auftaktsieg (Mo., 3.35 Uhr)
  • Horrorsturz: Brüche bei Van Vleuten (Mo., 0.21 Uhr)

- Megastar Phelps fliegt zum 19. Gold

Superstar Michael Phelps aus den USA hat bei seinem ersten Auftritt bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro sein insgesamt 19. Olympia-Gold gewonnen.

Der erfolgreichste Olympionike aller Zeiten setzte sich im Finale über 4x100 m Freistil mit seinen drei Staffelkollegen Caeleb Dressel, Ryan Held und Nathan Adrian in 3:09,92 Minuten vor London-Sieger Frankreich (3:10,53) und dem Erzrivalen Australien (3:11,37) durch.

Swimming - Olympics: Day 2
Strahlende Sieger: Die US-Staffel mit Nathan Adrian, Ryan Held, Michael Phelps and Caeleb Dressel © Getty Images

- Del Potro schaltet Topfavorit Djokovic aus

Der Gold-Traum ist völlig überraschend bereits zum Auftakt geplatzt: Der topgesetzte Novak Djokovic kassierte bei den Olympischen Spielen eine ganz bittere Pleite und ist in der ersten Runde des Tennisturniers von Rio ausgeschieden.

Der 29-jährige Serbe musste sich dem Argentinier Juan Martin del Potro in 2:27 Stunden mit 6:7 (4:7), 6:7 (2:7) geschlagen geben und kassierte gut vier Wochen nach seinem Drittrunden-K.o. in Wimbledon einen weitere schmerzhafte Niederlage.

Der frühere Weltranglistenvierte del Potro (27) hatte erst in Wimbledon 2016 sein Grand-Slam-Comeback nach zweieinhalbjähriger Pause wegen einer Handgelenksverletzung gefeiert. Im ATP-Ranking steht der "Turm von Tandil" derzeit nur auf Platz 145. Beide Spieler konnten angesichts dieser emotionalen Partie die Tränen nicht zurückhalten.

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Juan Martin del Potro (r.) und Novak Djokovic ließen ihren Emotionen freien Lauf © Getty Images

- Biedermann locker ins Finale

Geburtstagskind Paul Biedermann hat auch die vorletzte Hürde auf dem Weg zur anvisierten ersten Olympia-Medaille erfolgreich gemeistert.

Der Weltrekordler qualifizierte sich im Halbfinale über 200m Freistil in 1:45,69 Minuten auf dem geteilten vierten Platz für das Finale und präsentierte sich an seinem 30. Geburtstag in guter Form.

Im Endlauf muss der Doppel-Weltmeister von 2009 deutlich unter seiner Saisonbestzeit von 1:45,45 Minuten schwimmen, um im letzten Einzelrennen seiner Karriere eine Chance aufs Podest zu haben. Topfavorit auf Gold ist Halbfinal-Gewinner Sun Yang (China), der eine neue Weltjahresbestzeit (1:44,63) aufstellte.

- Boll zittert sich zum Auftaktsieg

Deutschlands Fahnenträger Timo Boll hat trotz großer Mühen seine Auftakthürde im Tischtennis-Einzel der Olympischen Spiele in Rio genommen.

Zwei Tage nachdem er die deutsche Mannschaft bei der Eröffnungsfeier ins Maracana geführt hatte, rang der an Nummer zehn gesetzte 35-Jährige den Russen Alexander Schibajew 4:3 (12:14, 11:4, 7:11, 11:7, 10:12, 12:10, 11:6) nieder.

Boll agierte über weite Strecken zu passiv, bewies in der entscheidenden Phase jedoch Nervenstärke. Im Achtelfinale trifft der Rekordeuropameister am Montag auf den Nigerianer Aruna Quadri (Nr. 27), der völlig überraschend den an Nummer fünf gesetzten Taiwanesen Chuang Chih-Yuan mit 4:0 ausschaltete.

Im Viertelfinale droht dem Düsseldorfer ein Duell mit dem chinesischen Weltmeister und Topfavoriten Ma Long (Nr. 1). 

- Horrorsturz: Brüche bei Van Vleuten

Der schlimme Sturz im Straßenrennen der Frauen ist für die Niederländerin Annemiek van Vleuten noch einigermaßen glimpflich abgegangen.

Der TV-Sender NOS berichtete, die 33-Jährige habe eine schwere Gehirnerschütterung und drei kleinere Brüche im Lendenwirbelbereich erlitten. Sie musste die Nacht auf der Intensivstation verbringen. Van Vleuten war in Führung liegend rund zehn Kilometer vor Schluss auf einer Abfahrt über ihren Lenker geflogen und auf den Bordstein geknallt.

Ihre Landsfrau Anna van der Breggen gewann danach das Rennen.

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