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Julia Jefimowa gewinnt Silber über 100 Meter Brust. Paul Biedermann verpasst eine Medaille. Dimitrij Ovtcharov zieht ins Viertelfinale ein. Die Olympia-Nacht.

  • Auch Biedermann verpasst Einzelmedaille (3.26 Uhr)
  • King verhindert skandalösen Triumph (4.12 Uhr)
  • Ovtcharov macht's besser als Boll (3.53 Uhr)
  • Dream Team unaufhaltsam (2.02 Uhr)
  • Australien gewinnt historisches Gold (0.36 Uhr)

 - Auch Biedermann verpasst Medaille

Paul Biedermanns Karriere bleibt ungekrönt. In seinem letzten olympischen Einzelrennen belegte Biedermann über 200 Meter Freistil in 1:45,84 Minuten den sechsten Rang. Der Chinese Sun Yang (1:44,65) gewann Gold vor Chad le Clos (Südafrika, 1:45,20) und dem US-Amerikaner Conor Dwyer (1:45,23).

"Ich habe alles gegeben, mehr war leider nicht drin - schade", sagte Biedermann, der 2008 in Peking und 2012 in London jeweils den fünften Platz belegt hatte: "Es war keine gute Zeit. Ich konnte auf den dritten 50 Metern was gutmachen, aber dann war - alle."

Damit ist das deutsche Team auch nach dem dritten Wettkampftag noch ohne Medaille - ein historisch schlechter Auftakt.

- Skandal-Schwimmerin holt Silber

Die Russin Julia Jefimowa hat sich über 100 Meter Brust in 1:05:50 Minuten die Silbermedaille gesichert. Geschlagen wurde die umstrittene überführte Dopingsünderin, die ihren Start in Brasilien vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS erstritten hatte, allerdings von Lilly King aus den USA (1:04,93). Ihre Teamkollegin Katie Meili (1:05,69) belegte Rang drei.

"Es ist schön, dass wir eine andere Siegerin sehen als die, die wir alle nicht sehen wollten", sagte Bundestrainer Henning Lambertz in der ARD.

Jefimova brach nach dem Rennen in Tränen aus. "All die Sachen, die mit mir passiert sind, sind unglaublich. Versucht mich zu verstehen", sagte die 24-Jährige: "Ich habe Fehler gemacht und wurde für sechs Monate gesperrt. Das zweite Mal war nicht mein Fehler."

Kritik gab es von Superstar Michael Phelps. "Ich finde, dass Sport sauber sein sollte. Es bricht mir das Herz, dass jemand nicht einmal, sondern zweimal positiv getestet wurde und trotzdem hier schwimmen darf. Ich wünsche mir, dass jemand etwas dagegen tut", sagte Phelps.

Er fügte hinzu, dass es die Bedeutung des Sports zerstöre. "Das macht mich stinksauer. Es ist ein schwarzer Tag für den Sport", so Phelps.

- Ovtcharov zieht ins Viertelfinale ein

Nach dem überraschenden Aus von Timo Boll hat es Dimitrij Ovtcharov besser gemacht. Der Tischtennis-Europameister gewann auch sein zweites Spiel des Tages mit 4:1 (31:33, 12:10, 11:5, 11:4, 11:7) gegen den Slowenen Bojan Tokic.

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Dabei musste er allerdings einen verloren gegangenen ersten Satz verkraften, der rekordverdächtig lang ging. Tokic setzte sich zu Beginn mit 33:31 durch.

"Ich glaube, so einen langen Satz hat es auf der gesamten Profi-Tour noch nicht gegeben", sagte Ovtcharov: "Ich habe versucht, ihn einfach zu vergessen und einen Neustart hinzulegen."

Das gelang Ovtcharov - nun wartet der weißrussische Altmeister Wladimir Samsonow.

- Dream Team erneut unaufhaltsam

Die Basketballer der USA haben auch das zweite Gruppenspiel souverän gewonnen. Das Team um Kevin Durant fertigte Venezuela mit 113:69 ab.

Anders als im einseitigen Auftaktspiel gegen China (119:62) hatten die zu Anfang unkonzentrierten NBA-Stars mit dem Amerikameister um John Cox, Cousin von NBA-Legende Kobe Bryant, Probleme. Erst durch einen 15:2-Lauf Ende des zweiten Viertels konnte sich das Team von Trainer Mike Krzyzewski klar absetzen und dominierte auch nach der Pause.

Topscorer im Team USA war Paul George von den Indiana Pacers mit 20 Punkten.

- Historisches Gold für Australien

Die Australierinnen haben sich das erste olympische Gold im 7er-Rugby der Frauen gesichert. Im Traumfinale gegen Neuseeland setzte sich Australien mit 24:15 (10:5) durch. Das 7er-Rugby feierte in Brasilien seine Premiere bei Sommerspielen.

Die Bronzemedaille sicherte sich Kanada durch einen 33:10 (26:5)-Sieg über Großbritannien.

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