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Athletics - Olympics: Day 13
David Storl musste sich im Kugelstoßen mit Rang sieben zufrieden geben © Getty Images

Olympische Spiele - Donnerstag, der 18.08.2016: Die deutschen Leichtathleten patzen reihenweise. Ein Zehnkämpfer überzeugt, hat aber Pech. Die Bolt-Show geht weiter.

  • Debakel für deutsche Speerwerferinnen (3.17 Uhr)
  • Bolt stürmt zu achtem Olympia-Gold (3.41 Uhr)
  • Storl im Kampf um Medaillen chancenlos (2.33 Uhr)
  • Zehnkämpfer Kazmirek verpasst Bronze (3.11 Uhr)
  • Raubüberfall auf US-Schwimmer frei erfunden (5.04 Uhr)

- Debakel für deutsche Speerwerferinnen

Das deutsche Speerwurf-Trio ist nach einem enttäuschenden Wettkampf leer ausgegangen.

Beim Sieg der Kroatin Sara Kolak belegte Ex-Weltmeisterin Christina Obergföll in ihrem letzten großen internationalen Wettkampf mit 62,92 m als beste Deutsche Platz acht. Nur Elfte mit 59,71 m wurde die EM-Zweite Linda Stahl direkt vor der deutschen Meisterin Christin Hussong (57,70).

Die 21 Jahre alte EM-Dritte Kolak siegte mit 66,18 m vor der Südafrikanerin Sunette Viljoen (64,92) und Weltrekordlerin Barbora Spotakova aus Tschechien (64,80). Damit gab es erstmals seit 16 Jahren keine deutsche Olympiamedaille in dieser Disziplin.

Die nicht nominierte Weltmeisterin Katharina Molitor saß frustriert vor dem Fernseher. "Hätten die Medaillen im Speerwurf nicht wenigstens alle mit 70m weggehen können?", schrieb die 32-Jährige bei Twitter: "So ist es noch viel bitterer, nicht dabei gewesen zu sein."

- Bolt stürmt zu achtem Olympia-Gold

Superstar Usain Bolt aus Jamaika hat seine zweite von drei möglichen Goldmedaillen gewonnen. Der 29-Jährige kürte sich in 19,78 Sekunden als erster Sprinter der Geschichte zum dritten Mal in Serie zum Olympiasieger über 200 m.

Athletics - Olympics: Day 13
Usain Bolt posiert nach seinem Triumph über 200 m mit der jamaikanischen Flagge © Getty Images

Silber holte wie schon über 100 m der Kanadier Andre de Grasse in 20,02 Sekunden vor dem Franzosen Christophe Lemaitre (20,12).

Bolt hatte schon über die 100 m triumphiert und peilt nun sein persönliches Triple-Triple an: Den dritten Gold-Hattrick über 100 m, 200 m und 4x100 m nach 2008 und 2012. Mit dann neun Goldmedaillen würde er mit dem Finnen Paavo Nurmi (1920 bis 1928) und Carl Lewis aus den USA (1984 bis 1996) gleichziehen.

- Storl im Kampf um Medaillen chancenlos

Der zweimalige Kugelstoß-Weltmeister David Storl hat im Finale eine Medaille deutlich verpasst. Storl musste sich beim Sieg des US-Amerikaners Ryan Crouser mit Platz sieben und 20,64 m begnügen.

Crouser verwies mit 22,52 m seinen Landsmann und Weltmeister Joe Kovacs (21,78) sowie den Neuseeländer Tomas Walsh (21,36) auf die weiteren Podiumsplätze.

- Kazmirek verpasst Bronze, Eaton siegt erneut

Zehnkämpfer Kai Kazmirek hat eine Medaille in Rio de Janeiro nur knapp verpasst. Der Deutsche wurde mit der persönlichen Bestleistung von 8580 Punkten Vierter, nachdem er nach dem ersten Tag sogar noch auf Platz zwei gelegen hatte.

ATHLETICS-OLY-2016-RIO
Zehnkämpfer Kai Kazmirek durfte sich über eine neue persönliche Bestleistung freuen © Getty Images

Zehnkampf-Gold ging zum zweiten Mal in Serie an Ashton Eaton aus den USA. Der 28 Jahre alte König der Athleten setzte sich in Rio de Janeiro mit 8893 Punkten gegen den Franzosen Kevin Mayer (8834) und den Kanadier Damian Warner (8666) durch.

- Raubüberfall auf US-Schwimmer frei erfunden

Die US-Schwimmer um Olympiasieger Ryan Lochte haben der Polizei und der ganzen Welt eine Räuberpistole erzählt.

"Es gab keinen Raubüberfall", sagte der leitende Ermittler Fernando Veloso am Donnerstag auf einer Pressekonferenz im Teatro Oi Casagrande im Stadtteil Leblon von Rio de Janeiro. Am späten Abend folgte in einer Stellungnahme des US-Olympiakomitees (USOC) die Bestätigung.

Lochte und seine Kollegen Gunnar Bentz, Jack Conger und James Feigen hatten behauptet, am frühen Sonntagmorgen mit vorgehaltener Waffe überfallen worden zu sein. Veloso erklärte dagegen, dass die US-Schwimmer an einer Tankstelle "Vandalismus-Handlungen" begangen hätten.

Die Amerikaner, die zunächst von einem Wachmann gestellt worden waren, hätten 100 Real (ca. 27 Euro) und 20 Dollar (ca. 18 Euro) für den Schaden bezahlt, sagte Veloso. Sie hätten daraufhin vor dem Eintreffen der Polizei gehen dürfen.

Laut Veloso könnten die Schwimmer wegen Vortäuschung einer Straftat nach Paragraph 340 des brasilianischen Strafgesetzbuchs angeklagt werden. Dafür drohen sechs Monate Haft oder eine Geldbuße.

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