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Diving - Olympics: Day 4
Die Wasserspringer müssen auch weiterhin ins grüne Nass © Getty Images

In einer groß angelegten Aktion werden in Rio Millionen Liter Wasser abgepumpt. Aber nur für die Synchronschwimmerinnen - die Wasserspringer müssen weiter ins grüne Nass.

Als Konsequenz aus der grünen Wasserfärbung im Maria Lenk Aquatics Center wird das Wasser im Olympia-Wettkampfbecken der Synchronschwimmerinnen komplett gewechselt.

In einer zehnstündigen Prozedur sollen in der Nacht von Samstag auf Sonntag insgesamt 3.725.000 Millionen Liter aus dem Warm-up-Pool gepumpt, transportiert und in den Wettkampfpool gepumpt werden.

Sonntagfrüh um 7.00 Uhr soll die Aktion beendet sein, vier Stunden später startet der Duett-Vorkampf in der Freien Kür. Die Synchronschwimmerinnen sind für die Ausübung ihrer Sportart zwingend auf klares Wasser angewiesen.

Sollte das Problem in diesem Becken dann nicht behoben sein, könnte es zu Änderungen im Wettkampfprogramm kommen. Das teilten die Organisatoren bei einer Pressekonferenz am Samstag mit.

"Natürlich ist das peinlich für uns. Wir haben Olympia, die Athleten sind da, und das Wasser sollte hell und transparent sein. Wir haben eine schmerzhafte Lektion gelernt", sagte Mario Andrada, Kommunikationsdirektor von Rio2016: "Jetzt ist aber nicht die Zeit, darüber zu diskutieren, wer die Fehler gemacht hat, wer dafür bezahlen muss. Jetzt gilt unsere volle Konzentration der Lösung des Problems."

Das deutlich grünere Becken der Wasserspringer wird dagegen nicht ausgetauscht. Hier erhoffen sich die Organisatoren mit einem überarbeiteten Filtersystem eine Verbesserung. Insgesamt arbeiten 30 Leute an dem Problem - bislang ohne großen Erfolg. "An der ganzen Anlage riecht es, als ob jemand gefurzt hat", schrieb Brettspringer Stephan Feck auf Facebook.

Dazu postete der Leipziger ein Bild von sich und seinen drei Teamkollegen Patrick Hausding, Sascha Klein und Martin Wolfram mit Grünfilter und den Spruch: "Wenn der Pool seine Farbe nicht wechselt, dann machen wir das."

Rekord-Europameister Hausding meinte: "Das ist, als ob man in einen Tümpel springt." Der Berliner befürchtete zudem, dass das Wasser "Bakterien und kleine Pflanzen" enthalte.

Gustavo Nascimento, Manager im Mario Lenk Aquatics Center, gab zu, dass es Algen im Becken gegeben habe, die jedoch bereits wieder abgestorben seien. Nascimento betonte erneut, dass es dennoch "keine Risiken für die Gesundheit der Athleten" gebe.

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