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Michael Phelps
Michael Phelps hat seine 23. Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewonnen © Getty Images

Michael Phelps beendet seine olympische Karriere mit einem Sieg. Mit der Lagenstaffel stellt er einen olympischen Rekord auf. Zudem beendet er alle Spekulationen.

Michael Phelps verabschiedete sich mit seiner 23. Goldmedaille, die deutschen Schwimmer verlassen Rio de Janeiro mit einem noch schlechteren Ergebnis als beim London-Debakel.

Während der Superstar nach dem definitiv letzten Rennen seiner einzigartigen Karriere mit der Lagenstaffel ein letztes Mal die US-Hymne hörte, war das deutsche Quartett als Siebter weit von der Weltspitze entfernt. 

Phelps, der tags zuvor dem zehn Jahre jüngeren Joseph Schooling aus Singapur Gold über 100 m Schmetterling hatte überlassen müssen, sprang im Lagenstaffel-Finale auf Platz zwei ins Wasser und zog am Briten James Guy unter dem Jubel der Zuschauer vorbei. 

Da hatte Startschwimmer Ryan Murphy schon in 51,85 Sekunden einen neuen Weltrekord über 100 m Rücken aufgestellt, es war der insgesamt achte in Rio. Freistilspezialist Nathan Adrian brachte den Sieg der Amerikaner, die in 3:27,95 Minuten einen neuen olympischen Rekord aufstellten, ins Ziel.

Phelps beendet alle Spekulation

Für Phelps war es diesmal wirklich das letzte Rennen. "Alle haben gefragt: Machst du noch vier Jahre? Nein, nein, nein", sagte der 31-Jährige, der ein Jahr nach seinem Rücktritt nach den Spielen in London ins Becken zurückgekehrt war: "Ich bin glücklich, wie es endet. Ich habe die Tür so zugemacht, wie ich es wollte."

Die deutsche Staffel mit Jan-Philip Glania, Marco Koch, Steffen Deibler und Damian Wierling, die sich als Achte ins Finale gezittert hatte, war ohne Chance. Sie belegte den letzten Platz, rückte aber auf Rang sieben vor, weil China disqualifiziert wurde. 

"Die Akkus sind ganz schön leer, aber trotzdem hat es Spaß gemacht", sagte Glania: "Ich bin froh, dass wir im Finale dabei waren."

Mit 16 Goldmedaillen waren die US-Amerikaner dagegen die überragende Schwimmnation in Rio. Auch mit der Frauen-Lagenstaffel triumphierten sie vor Australien und Dänemark. Die hochgewetteten Australier enttäuschten und kamen insgesamt auf nur drei Olympiasiege.

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