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Thomas Bach
IOC-Präsident Thomas Bach hat den Strafenkatalog gegen Russland verteidigt © Getty Images

Der IOC-Präsident verteidigt in der Doping-Krise den Strafenkatalog gegen Russland. Gleichzeitig verurteilt Thomas Bach das russische Dopingsystem scharf.

IOC-Präsident Thomas Bach hat zur Eröffnung der 129. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Rio de Janeiro in der Doping-Krise den Strafenkatalog gegen Russland verteidigt. Gleichzeitig fand der 62-Jährige harte Worte für das russische Dopingsystem.

"Wenn die Beweise stimmen, ist so ein verächtliches Doping-System ein noch nie dagewesener Angriff auf die Integrität des Sports und der Olympischen Spiele", sagte Bach zur Eröffnung der Session in Rio im Cidade des Artes.

Der erste deutsche IOC-Präsident wies erneut darauf hin, dass die Ermittlungen zum russischen Staatsdoping mit dem am 18. Juli veröffentlichten McLaren-Bericht noch nicht abgeschlossen seien und die russische Seite noch nicht angehört worden sei.

Bach machte auch klar, dass es weitere Sanktionen geben würde, wenn es die ausstehenden Untersuchungen notwendig machten.

Wie Bach weiter erklärte, habe das IOC wegen der "Schwere der Behauptungen" die Unschuldsvermutung der russischen Athleten nicht aufrecht halten können. "Auf der anderen Seite können wir die Athleten nicht ihres Menschenrechts berauben, ihre Unschuld zu beweisen", sagte Bach.

Die Athleten hatten gemäß des IOC-Entscheids die Möglichkeit, durch Nachweis ausländischer Dopingtests zu zeigen, dass sie sauber sind. Zudem beauftragte das IOC alle Weltverbände, ihre für Rio qualifizierten Russen erneut auf Verstöße gegen die Doping-Richtlinien zu überprüfen.

Im Anschluss werden Vertreter des Internationalen Sportgerichtshofs CAS sowie eine IOC-Kommission über den Start befinden. Bis zuletzt waren 117 der insgesamt 387 für Rio qualifizierten Athleten gesperrt worden.

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