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SWIMMING-OLY-2016-RIO
Julia Jefimowa gewann vor vier Jahren Bronze über 200 Meter Brust © Getty Images

Die russische Schwimmerin Julia Jefimowa wird bei ihrem ersten Start in Rio von einigen Zuschauern ausgepfiffen. Die Weltmeisterin selbst ist davon unbeeindruckt.

Für die russische Weltmeisterin Julia Jefimowa wurde der umstrittene Start in die olympische Schwimmwettbewerbe ungemütlich.

Die 24-Jährige, die nach einer Kontroverse über eine frühere Dopingsperre auf den letzten Drücker doch noch das Startrecht für Rio erhalten hatte, wurde am Sonntag bei ihrem zweiten Platz im Vorlauf über 100 m Brust (1:05,79 Minuten) von Teilen der Zuschauer ausgepfiffen. Es gab auch Buh-Rufe von den Rängen. 

Jefimowa störte das aber wenig. "Ich bin glücklich, hier zu sein. Ich denke nur von Rennen zu Rennen", sagte die Russin hinterher.

Ihre Konkurrentinnen sehen das aber etwas anders. Litauens Olympiasiegerin Ruta Meilutyte zum Beispiel kämpft dagegen, Dopingvergehen wie ein Kavaliersdelikt zu behandeln.

"Es ist ein Regelbruch, klar und unmissverständlich. Du kannst das doch nicht mit einem Strafzettel vergleichen, das macht die Sache viel zu klein, verharmlost sie", sagte die 19-Jährige der Welt am Sonntag. 

Jefimowa, die im Vorlauf um 0,56 Sekunden schneller war als Meilutyte, hatte einen solchen Vergleich gewählt. "Stell dir mal vor, Kinder hören das und denken: 'Ah, okay, es ist also keine wirklich schlimme Sache'", sagte Meilutyte, die in London 2012 Gold über 100m Brust gewonnen hatte: "Aber nein, das ist nicht okay."

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