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FENCING-OLY-2016-RIO
Ibtihaj Muhammad kämpft am Sonntag mit dem US-Team um eine Medaille © Getty Images

Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad hat Olympia-Geschichte geschrieben. Als erste US-Amerikanerin geht sie mit Kopftuch in einen Wettbewerb und steht im Mittelpunkt der Medien.

Ibtihaj Muhammad lächelte etwas verschüchtert, dann betrat die im Vorfeld mit viel medialer Aufmerksamkeit bedachte Säbelfechterin am Montagmorgen erstmals die olympische Planche. Und schrieb Geschichte: Als erste US-Athletin trat die 30-Jährige bei Olympischen Spielen mit Kopftuch an.

"Ich hoffe, dass ich das Bild, das Menschen von muslimischen Frauen haben, verändern kann", hatte sie im Vorfeld erklärt. Selbst US-Präsident Barrack Obama gab ihr persönlich auf dem Weg nach Rio Unterstützung. 

Gerade in der derzeit aufgeheizten Stimmung im US-Wahlkampf mit dem mehr als umstrittenen Kandidaten Donald Trump wurde Muhammad zum Politikum.

"Ich will beweisen, dass einen absolut nichts daran hindern sollte, seine Ziele zu erreichen. Weder Rasse, Religion noch Geschlecht", sagte die Afro-Amerikanerin, die selbst häufiger Opfer von Diskriminierung wurde.

Ihre sportlichen Ziele erreichte die Weltranglistenachte nicht. Nach dem Auftaktsieg gegen die Ukrainerin Olena Krawazka (15:13) verlor Muhammad im Achtelfinale gegen die Vize-Weltmeisterin Cecilia Berder aus Frankreich mit 12:15. Am kommenden Samstag hat sie eine zweite Chance auf eine Medaille: Dann tritt sie mit dem aussichtsreichen US-Team im Mannschaftswettbewerb an.

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