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Swimming - Olympics: Day 6
Ryan Lochte kämpft um sein Image © Getty Images

Der US-Schwimmer kämpft nach dem Raubüberfall-Märchen um sein Image - und nimmt sich professionelle Hilfe. Zuvor hatte der 32-Jährige erstmals Übertreibung eingestanden.

Das Lügenmärchen um einen vermeintlichen Raubüberfall in Rio wird Ryan Lochte wohl noch eine ganze Weile beschäftigen.

Inzwischen gab der US-Schwimmer zu, dass er bei den Schilderungen "stark übertrieben" habe. "Deshalb übernehme ich die volle Verantwortung", sagte der 32-Jährige bei NBC.

Um seinen Ruf irgendwie noch zu retten, greift Lochte zusätzlich nun offenbar auf professionelle Hilfe zurück.

Wie US-Medien berichten, konsultierte Lochte jüngst den US-amerikanischen Journalisten Matthew Hiltzik.

Der 44-Jährige beriet unter anderem bereits Musik-Superstar Justin Bieber, der seinerseits mehrfach mit Eskapaden für Aufsehen sorgte.

Nun soll Hiltzik offenbar also auch Lochte wieder in die Spur helfen.

Lochte, seine Kollegen Gunnar Bentz, Jack Conger und James Feigen hatten behauptet, mit vorgehaltener Waffe überfallen worden zu sein. Dies entsprach nicht der Wahrheit. Die Amerikaner hatten an einer Tankstelle randaliert und später für den entstandenen Sachschaden bezahlen müssen.

Der sechsmalige Olympiasieger Lochte hat zu den Vorgängen seine eigene These. "Man kann es sehen, wie man will. Man kann es Raubüberfall oder Erpressung nennen, oder einfach sagen, dass wir den Schaden beglichen haben", sagte Lochte: "Wir wissen nur, dass eine Waffe auf uns gerichtet wurde und wir unser Geld abgeben sollten."

Bentz hatte zuvor seinen Teamkollegen angeschwärzt, indem er behauptete, Lochte habe "ein Metall-Werbeschild abgerissen, das an einer Backsteinwand lose befestigt war". Dies schrieb der 20-Jährige in seiner Entschuldigung auf der Internetseite der Universität Georgia.

Das US-Olympiakomitee (USOC) hatte am Donnerstag bestätigt, dass der angebliche Raubüberfall eine Lügengeschichte war und drohte den Schwimmern Konsequenzen an. Zudem entschuldigte es sich bei der Gastgeberstadt Rio "und den Menschen in Brasilien".

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