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Paul Biedermann im Wasser
Paul Biedermann hat eine Olympia-Medaille klar verpasst. © Getty Images

Schwimm-Bundestrainer Henning Lambertz ist enttäuscht von den Leistungen der deutschen Schwimmer. Es droht ein neuer Negativ-Rekord bei Olympia für das DSV-Team.

Bundestrainer Henning Lambertz hat ein negatives Halbzeitfazit für die noch medaillenlosen deutschen Schwimmer bei Olympia gezogen.

"Ich muss mich nicht verstellen und so tun, als wäre ich noch immer total optimistisch und froh", sagte Lambertz, der vor allem mit den Wettkämpfen am Dienstag mit zwei klar verpassten Medaillenchancen haderte: "Nach so einem Tag wäre es falsch, rumzulaufen wie ein Clown und zu sagen: Ach, alles ist gut. Das passt einfach nicht."

Koch als Lichtblick

Am Dienstag hatte die 4x200-m-Freistilstaffel mit Schlussschwimmer Paul Biedermann im letzten Finale seiner Karriere nur den sechsten Platz belegt, Europameisterin Franziska Hentke war als Elfte sogar am Minimalziel Endlauf gescheitert. "Das ist mega enttäuschend", sagte Lambertz.

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Der einzige Lichtblick sei der Einzug von Weltmeister Marco Koch ins Finale über 200 m Brust gewesen. Sollte der Darmstädter aber im Endlauf am späten Mittwochabend die anvisierte Medaille verpassen, könnte das deutsche Schwimmteam sogar noch schlechter abschneiden als beim medaillenlosen Olympia-Debakel vor vier Jahren in London.

Damals hatten Biedermann und Co. zumindest acht Finalplätze erschwommen, in Rio waren es nach der Hälfte der Wettkämpfe erst drei. Lambertz wollte diese Rechnung aber noch nicht aufmachen: "Ich fange jetzt nicht an, an so einem Tag Statistiken hin- und herzuwälzen."

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