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Rio De Janeiro Prepares For 2016 Summer Olympics
Eduardo Paes will den Paralympics unter die Arme greifen © Getty Images

Bürgermeister Eduardo Paes will mit einer Millionenhilfe den drohenden finanziellen Kollaps der Paralympics (7. bis 18. September) abwenden.

Das Stadtoberhaupt von Rio de Janeiro stellt einen kurzfristigen Zuschuss von umgerechnet bis zu 42 Millionen Euro für die Ausrichtung des Behindertensportfestes in Aussicht.

Vorher muss jedoch ein juristisches Veto aufgehoben werden. Eine Abteilung des Bundesgerichts in Rio hatte am vergangenen Freitag jegliche staatliche Subventionen für das klamme Organisationskomitee der Spiele untersagt. Bei einem Pressegespräch am Montag kündigte Paes an, gegen das Urteil Einspruch einzulegen.

Der 46-Jährige räumte ein, dass man vor rund zwei Wochen festgestellt habe, dass die Paralympics wegen eines Finanzloches gefährdet seien. Die Stadtverwaltung habe aber schon Zusicherungen abgesegnet, die vital für die Paralympics seien und nun dem Gericht vorgelegt würden.

"Die Stadt ist Bürge der Geldreserven, falls diese vom Organisationskomitee benötigt werden", erklärte Paes, der zudem garantierte, dass die Haushaltskasse Rios auf gesunden Beinen stünde. Dagegen hatte das gleichnamige Bundesland vor den Sommerspielen wegen leerer Kassen den Finanznotstand ausgerufen.

Das Gericht hatte die Zahlungen untersagt, weil das OK Rio2016 seinen Etat mit Einnahmen und Ausgaben nicht dem brasilianischen Rechnungshof (TCU) und der Bundesstaatsanwaltschaft vorgelegt hatte.

Erst, wenn das passiert, könne das Geld wieder fließen.

Viele paralympische Verbände sind auf die Zuschüsse angewiesen, um Athleten und Trainer zu entsenden. Laut der britischen Tageszeitung The Times habe das OK auch schon vom Internationalen Olympischen Komitee dafür einen Vorschuss bekommen, diesen aber schon aufgebraucht, um aktuelle Engpässe zu überbrücken.

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