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Sabine Spitz kritisiert den IOC © Getty Images

Die Mountainbikerin kritisiert das Vorgehen des IOC im Falle des organisierten Dopings in Russland. Für Sabine Spitz war es eine politische Entscheidung.

Mountainbike-Olympiasiegerin Sabine Spitz (Murg) hat das umstrittene Vorgehen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) im Falle des organisierten Dopings in Russland mit deutlichen Worten kritisiert.

"Der Anti-Doping-Kampf wird ausgehöhlt. Es ist offenbar kein Problem, sich mit illegalen Mitteln vorzubereiten. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem es scheinbar keine Lösung mehr gibt", sagte die Goldmedaillen-Gewinnerin von Peking in der SZ.

Sie wertete die Strategie der Olympia-Bosse, den Fachverbänden die Prüfung der einzelnen Fälle zu übertragen, als politische Entscheidung.

"Wäre ein anderes, kleines Land betroffen, dann wäre das weg vom Tisch, dann hätte es das Rumeiern nicht gegeben. Dann hätte schnell festgestanden, dass die ganze Delegation ausgeschlossen ist", sagte die 44-Jährige, die bei ihren fünften Olympischen Spielen in Rio (5. bis 21. August) erneut Edelmetall anstrebt. 

Das kuwaitische nationale olympische Komitee ist in Rio von den Spielen ausgeschlossen, die Athleten dürfen unter Olympischer Flagge starten. Das IOC begründete die Strafe mit unerlaubter politischer Einflussnahme in sportliche Belange.

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