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Franziska Hentke
Franziska Hentke blieb über 400 m Lagen fast fünf Sekunden über ihrer Bestzeit © Getty Images

Medaillenhoffnung Franziska Hentke enttäuscht zum Auftakt über 400 m Lagen. Trainer Bernd Berkhahn reagiert wenig begeistert und hofft auf eine Leistungssteigerung.

Schwimm-Europameisterin Franziska Hentke hat noch nicht richtig in die Olympischen Spiele hineingefunden.

"Sie ist noch ein bisschen träge", sagte ihr Trainer Bernd Berkhahn. Die Magdeburgerin gilt neben Weltrekordler Paul Biedermann und Weltmeister Marco Koch als größte Medaillenhoffnung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV). Am Dienstag startet die 27-Jährige über ihre Paradestrecke 200 m Schmetterling.

Beim Auftakt über 400 m Lagen war Hentke als 21. fast fünf Sekunden über ihrer Bestzeit geblieben. "Das hat mich nicht so begeistert", sagte Berkhahn, "das war zu sehr Laissez-faire". Die schwache Zeit habe Hentke selbst irritiert. "Es ist jetzt nicht so, dass sie vor Selbstbewusstsein strotzt. Aber jetzt muss sie sich durchwurschteln", sagte der Coach.

Berkhahn setzt darauf, dass der Leistungsschub nach dem Höhentrainingslager in der Sierra Nevada noch rechtzeitig einsetzt. Bundestrainer Henning Lambertz hatte Hentke zugestanden, die Vorbereitung selbst zu terminieren. Exakt 17 Tage vor ihrem 200-m-Start kehrte sie aus der Höhe zurück, um den größtmöglichen Effekt zu erzielen.

Bei der EM im Mai in London hatte Hentke ihre erste internationale Medaille im 50-m-Becken gewonnen. "Der EM-Titel hat mir zusätzliche Motivation gegeben", sagte die Magdeburgerin: "Es hat auch nach außen gezeigt, dass ich auch auf der Langbahn erfolgreich sein kann." Zuvor galt die WM-Vierte von 2015 vor allem als Kurzbahnspezialistin.

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