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Jelena Issinbajewa mit Russlands Präsident Wladimir Putin
Jelena Issinbajewa mit Russlands Präsident Wladimir Putin © Getty Images

Stabhochsprung-Star Jelena Issinbajewa reist trotz des Startverbots für Russlands Leichtathleten und einer juristischen Niederlage zu den Spielen nach Rio.

Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa will trotz des Startverbots für Russlands Leichtathleten und ihrer juristischen Niederlage vor dem Schweizer Bundesgericht zu den Olympischen Spielen nach Rio reisen. Dies gab die 34-Jährige bei Instagram bekannt.

"Auch wenn ich nicht als teilnehmender Athlet zu den Spielen fliegen kann, habe ich als Kandidat für die Athletenkommission des IOC doch jedes Recht dazu. Deshalb werde ich am 14. August aufbrechen", schrieb Issinbajewa: "Ich möchte lieber handeln, als mich zu beklagen."

"Nicht hinreichend glaubhaft"

Am Montag hatten Issinbajewa und Hürdensprinter Sergej Schubenkow eine Niederlage vor dem Schweizer Bundesgericht hinnehmen müssen.

Dort hatten sie neben der Beschwerde gegen ihren Olympia-Ausschluss auch beantragt, dass diese aufschiebende Wirkung habe.

Dies wurde vom Gericht abgelehnt, über die eigentliche Beschwerde werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Unter anderem hatte das Bundesgericht erklärt, dass "die Beschwerdeführer nicht hinreichend glaubhaft machen konnten, eine der vom IOC gestellten Anforderungen für eine Zulassung zu erfüllen".

"Beerdigung der Leichtathletik"

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte am 21. Juli den Olympia-Ausschluss von 68 russischen Leichtathleten durch den Weltverband IAAF für rechtmäßig erklärt.

Damals hatte die zweimalige Olympiasiegerin Issinbajewa das Urteil als "Beerdigung der Leichtathletik" und "rein politische Entscheidung" bezeichnet.

Als einzige russische Leichtathletin darf die in den USA lebende und trainierende Weitspringerin Darja Klischina in Rio starten.

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