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Lilly King gewann Gold über 100 m Brust
Lilly King gewann Gold über 100 m Brust © Getty Images

Schwimmerin Lilly King aus den USA attackiert ihre Landsmänner Justin Gatlin und Tyson Gay. Sie findet: Die Sprinter sollten nicht im Team sein.

US-Schwimmerin Lilly King hat nach ihrem Olympiasieg über 100 m Brust zum Rundumschlag gegen Ex-Doper ausgeholt und neben ihrer russischen Kontrahentin Jelena Jefimowa auch die amerikanischen Leichtathletik-Stars Justin Gatlin und Tyson Gay attackiert.

"Athleten, die als Doper erwischt worden sind, sollten nicht im Team sein. Es ist bedauernswert, dass wir das hier sehen müssen", sagte King.

Sprinter Gatlin, Olympiasieger von 2004, war zweimal als Dopingsünder enttarnt worden, kam allerdings über die Kronzeugen-Regelung mit einer Vierjahressperre davon und ist in Rio de Janeiro der Hauptkonkurrent von Usain Bolt. Gay, Doppelweltmeister von 2007, wurde 2013 mit einem anabolen Steroid im Blut erwischt, kam aber mit einem Jahr Sperre davon.

In Rio läuft er nur in der Staffel. Zudem musste 400-m-Favorit LaShawn Merritt bereits eine 21-monatige Sperre absitzen.

"Ich habe die Entscheidung der Leichtathletik-Verantwortlichen zu akzeptieren, auch wenn ich damit nicht zwingend übereinstimme", sagte King und forderte ein Umdenken im Umgang mit Ex-Dopern: "Das ist etwas, das in Stein gemeißelt werden muss. Lasst uns das ein für allemal festlegen, dann sind wir damit durch. Es darf kein Vor und Zurück geben."

Die 19-Jährige hatte am Montag Gold über die kurze Brustdistanz geholt und dabei Dopingsünderin Jefimowa auf Platz zwei verwiesen.

"Mein Sieg war ein Sieg für den sauberen Sport", sagte King, die der heftig umstrittenen Russin bei der Siegerehrung die Gratulation verweigerte.

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