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Am CAS herrschte bisher in diesem Jahr Hochbetrieb © Getty Images

Weil zahlreiche russische Athleten sich nicht mit ihrem Olympia-Aus zufrieden geben wollen, gehen am CAS mehr Klagen als je zuvor ein. Eine neue Höchstmarke wird erreicht.

Der Internationale Sportgerichtshof CAS wird in diesem Jahr auch wegen der vielen Klagen von russischen Athleten eine neue Höchstmarke von Verhandlungen erreichen.

Nach 501 Verfahren in 2015 und 433 im Jahr 2014 werden es Ende 2016 "über 600 Fälle sein", wie CAS-Präsident John Coates der IOC-Vollversammlung in Rio erklärte.

"Wir sind eines der größten Schiedsgerichte der Welt", meinte der Australier. Erstmals wir das höchste internationale Sportgericht in Rio bei Olympischen Spielen das Management von Sanktionierungen übernehmen, "um eine noch größere Unabhängigkeit von den Weltverbänden zu erreichen", wie Coates erklärte.

Äußerst erleichtert reagierte der CAS-Chef auf die letzte juristische Entscheidung im Fall Claudia Pechstein.

"Wir hatten große Sorgen", sagte Coates, zumal die Eisschnellläuferin aus Berlin im Kampf gegen ihre zweijährigen Sperre wegen erhöhter Blutwerte im Jahr 2009 vor staatlichen Gerichten in Deutschland zunächst Recht bekommen habe.

"Der Bundesgerichtshof hat aber dann die Entscheidung des CAS bestätigt. Das war sehr wichtig für uns", meinte der IOC-Vize-Präsident: "Der BGH hat erklärt, dass Claudia Pechstein vor dem CAS ein neutrales Verfahren erhalten habe. Es gebe gewisse Regeln bei uns, die neutrale Verfahren vor dem CAS garantierten", sagte Coates. 

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