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Christina Obergföll profitiert von der Disqualifikation von Maria Abakumowa (l.)
Christina Obergföll (r.) profitiert von der Disqualifikation von Maria Abakumowa (l.) © Getty Images

Christina Obergföll darf sich nachträglich über eine Silbermedaille bei Olympia 2008 freuen. Die ursprünglich Zweitplatzierte wurde wegen Dopings disqualifiziert.

Die frühere Speerwurf-Weltmeisterin Christina Obergföll erhält nachträglich die Silbermedaille der Olympischen Spiele 2008 in Peking. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) gab am Dienstag bekannt, dass die ursprünglich zweitplatzierte Russin Maria Abakumowa aufgrund positiver Nachtests wegen Dopings disqualifiziert wird.

"Das kommt jetzt überraschend, wir warten schon eine ganze Zeit lang auf diese Entscheidung", sagte Obergföll: "Ich bin sehr glücklich, leid tut es mir aber um die damals Viertplatzierte - die ist um ihre Siegerehrung gebracht worden. Aber vielleicht kommt bei mir ja noch eine Medaille nach: 2011 hat Abakumowa WM-Gold geholt, da war ich Vierte."

In der Analyse der Proben Abakumowas wurde das verbotene Anabolikum Turinabol festgestellt. Obergföll, die zum Saisonende 2016 zurückgetreten war, hatte in Peking die einzige Medaille für die deutschen Leichtathleten geholt.

Aufgrund positiver Nachtests sanktionierte das IOC drei weitere russische Sportler und Sportlerinnen. Die Ergebnisse von Läuferin Inga Abitowa, in Peking Sechste über 10.000 m, wurden ebenso annulliert wie jene von 400-m-Läufer Dennis Alexejew, der mit Russlands Staffel Bronze geholt hatte.

Für nichtig erklärt wurde auch das Abschneiden der Bahnradsportlerin Jekaterina Gindenko, die 2012 in London im Keirin Achte geworden war.

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