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Hacker haben bei der WADA für Chaos gesorgt © Getty Images

Die russische Regierung hat der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) im Kampf gegen die Hacker-Gruppe Fancy Bear Unterstützung angeboten. "Wenn wir um Hilfe gebeten werden, dann ist das keine Frage", sagte Kreml-Sprecher Dmitry Peskow.

Moskau unterstütze den Kampf gegen Cyber-Kriminalität. "Russland lädt in dem Fall alle Länder und internationalen Organisationen zu einer Kooperation ein", sagte Peskow weiter. Die Position Russlands in dem Punkt sei bestens bekannt.

Zuvor hatte WADA-Generalsekretär Oliver Niggli die russische Regierung aufgefordert, "alles in ihrer Macht stehende zu tun, die kriminellen Aktivitäten zu stoppen". Fortgesetzte Cyber-Attacken würden den Wiederaufbau eines regelkonformen Anti-Doping-Systems in Russland "ernsthaft untergraben", drohte Niggli.

Hacker aus Russland hatten laut WADA das Meldesystem ADAMS der Welt-Anti-Doping-Agentur angegriffen, um an medizinische Daten von Top-Athleten zu gelangen.

Von insgesamt 29 weitgehend westlichen Athleten haben die Hacker mittlerweile Ausnahmegenehmigungen im Netz veröffentlicht, die ihnen die Einnahme von Präparaten erlaubt, die auf der Dopingliste stehen, im Sonderfall aber verordnet werden können.

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