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IOC-Funktionär Patrick Hickey hält sich im Ticketskandal für unschuldig
IOC-Funktionär Patrick Hickey hält sich im Ticketskandal für unschuldig © Getty Images

Im Ticketskandal weist IOC-Funktionär Patrick Hickey weiterhin alle Schuld von sich. Der Ire habe aber das volle Vertrauen in die brasilianische Justiz.

Der im Zuge des olympischen Ticketskandals in Rio verhaftete und mittlerweile wieder auf freien Fuß gesetzte IOC-Funktionär Patrick Hickey hat in einer persönlichen Erklärung sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen.

"Ich bin absolut unschuldig", versicherte der Präsident des irischen NOK wörtlich: "Ich werde mich gegen jede einzelne Anschuldigung zur Wehr setzen und sie alle entkräften."

Er habe Vertrauen in die brasilianische Justiz und sei sehr zuversichtlich, "im Zuge der Ermittlungen vollständig rehabilitiert zu werden".

Seine erste Priorität sei aber zunächst seine angeschlagene Gesundheit, wegen der er Ende August aus der Haft entlassen worden war. Zu den "Vorwürfen gegen meine Person werde ich mich vor Abschluss der Ermittlungen nicht mehr äußern".

Handel mit überteuerten Tickets

Hickey war am 17. August in seinem Hotel in Rio verhaftet worden. Der 71-Jährige, unter anderem Präsident des Europäischen Olympischen Komitees EOC, steht im Verdacht, Olympia-Eintrittskarten aus dem Kontingent des irischen NOK zu überteuerten Preisen an die Ticket- und Hospitality-Firma THG weitergegeben und sich damit bereichert zu haben.

Bis zur Klärung des Falles hat Hickey seine Ämter vorübergehend niedergelegt.

Bach soll aussagen

Im Zuge ihrer Ermittlungen wollen die brasilianischen Behörden auch IOC-Präsident Thomas Bach zu der Angelegenheit befragen.                                                                        

Die Fahnder in Brasilien interessieren sich für Hintergründe einer E-Mail-Korrespondenz zwischen Hickey und Bach über zusätzliche Kartenwünsche des Iren für die Olympia-Wettkämpfe.

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