vergrößernverkleinern
Bei Dopingproben rund um das kenianische Team gab es Unregelmäßigkeiten
In Rio soll ein erheblicher Mangel an geschultem Anti-Doping-Personal bestanden haben © Getty Images

Ein WADA-Bericht wirft kein gutes Licht auf die Anti-Doping-Arbeit in Rio. Unter anderem ist von einem erheblichen Mangel an geschultem Anti-Doping-Personal die Rede.

Bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro ist es bei der Anti-Doping-Arbeit offenbar zu "schwerwiegenden logistischen Verfehlungen" gekommen.

Das geht aus dem Independent Observers Report hervor, den die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) am Donnerstag veröffentlichte.

Darin ist unter anderem von einem erheblichen Mangel an geschultem Anti-Doping-Personal - einschließlich der Personen, welche die Athleten zur Entnahme der Probe begleiten (Chaperons) - die Rede, weswegen die Zielmarke von Tests im Olympischen Dorf sowie in den Wettkampfstätten deutlich verfehlt worden sei.

"Oft wurden nur 50 Prozent oder weniger der geplanten Tests durchgeführt", hieß es in dem Bericht.

Die unabhängigen Beobachter, die durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) nach Rio eingeladen worden waren, schilderten zahlreiche Fälle, in denen der zu testende Athlet "einfach nicht gefunden werden konnte". Auch soll den Chaperons in vielen Arenen der Zugang zu bestimmten Zonen verweigert worden sein.

Dennoch kam Kommissionschef Jonathan Taylor zu dem Schluss, dass das Anti-Doping-Programm in der Lage gewesen sei, "eine Reihe positiver Ergebnisse zu erzielen."

Auch lobte der Bericht die Verbesserungsmaßnahmen in Rios Anti-Doping-Labor, das von der WADA nur sechs Wochen vor den Spielen für die Nichtbeachtung internationaler Standards zwischenzeitlich suspendiert worden war.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel