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Der Pariser Olympia-Slogan "Made for Sharing" erhitzt die Gemüter © Getty Images

Elite-Organisationen klagen gegen den englischen Slogan der Pariser Olympia-Bewerbung. Dieser verstoße gegen das Gesetz. Zudem knicke man vor der Sprache Donald Trumps ein.

Zum Schutz der Muttersprache wollen in Frankreich mehrere Elite-Organisationen gemeinsam gegen den englischen Slogan der Pariser Bewerbung um die Olympischen Spiele 2024 ("Made for sharing"/sinngemäß: "Für alle") klagen.

Am Montag soll die Klageschrift bei einem Pariser Verwaltungsgericht eingereicht werden.

"Paris, die Hauptstadt der französischsprachigen Welt, knickt nicht nur vor der Sprache Shakespeares ein, sondern auch vor der eines Donald Trump", begründete Präsident Bernard Pivot von der renommierten Goncourt-Akademie für Literatur die Empörung der Kläger. Die Klage vertritt außerdem neben weiteren gesellschaftlichen Verbänden auch alle sogenannten "Unsterblichen", die auf Lebenszeit gewählten Mitglieder der französischen Gelehrtengesellschaft "Academie francaise".

Verstößt Slogan gegen Gesetz?

Die Kritiker sehen in dem Slogan einen Verstoß gegen das 1994 in Frankreich in Kraft getretene Gesetz zum Schutz der französischen Sprache und auch die in der Charta des Internationalen Olympischen Komites erfolgte Festlegung auf die Reihenfolge der offiziellen IOC-Sprachen Französisch und Englisch. Darüber hinaus verweisen die Kläger darauf, dass bereits eine Pizza-Lieferservicekette den gleichlautenden Slogan verwendet.

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