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Dem ehemaligen Bürgermeister von Rio de Janeiro wird vorgeworfen Schmiergelder erhalten zu haben © Getty Images

Schwere Vorwürfe gegen Olympiamacher Eduardo Paes: Der Ex-Bürgermeister von Rio de Janeiro soll für Olympia-Projekte Schmiergelder erhalten haben.

Der Ex-Bürgermeister von Rio de Janeiro Eduardo Paes soll für Projekte im Zusammenhang mit den Sommerspielen 2016 rund 15 Millionen Real, heute umgerechnet 4,5 Millionen Euro, als Schmiergelder vom Baugiganten Odebrecht erhalten haben.

Dies berichtete die Tageszeitung Estado de S.Paulo, die vorab Einblick in den Antrag auf Eröffnung eines Untersuchungsverfahrens gegen den Politiker hatte.

Die Vorwürfe gegen Paes - aktive Bestechung und Bestechlichkeit, Geldwäsche und Kapitalflucht – basieren auf zur Strafminderung ausgehandelten Geständnissen dreier für Schmiergeldzahlungen zuständiger Führungskräfte von Odebrecht.

Eduardo Paes wehrt sich gegen die Vorwürfe

Demnach lief der 47-Jährige, zwischen 2009 und 2016 Stadtoberhaupt Rios, in den Zahlungslisten unter dem Decknamen Nervosinho (Nervösling) und verhalf Odebrecht zu zahlreichen Aufträgen bei den Olympiabauten.

Paes bezeichnete umgehend in einem Pressekommuniqué die Anschuldigungen als "absurd und lügnerisch" und bestritt "energisch, Schmiergelder akzeptiert zu haben, um Interessen der Firma Odebrecht zu begünstigen oder zu bevorteilen". Zudem habe er keine Konten im Ausland.

Schon im vergangenen Dezember hatte der olympische Golfplatz Paes Ärger mit der Justiz eingebracht. Weil auf seinem Geheiß die Betreiberfirma Umweltsteuern nicht entrichtet haben soll, wurde zunächst ein Teil seines Vermögens als Finanzgarantie eingefroren. Wenige Tage später hob ein Richter jedoch die Sperre der Konten und Güter wieder auf.

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