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Das IOC mit Präsident Thomas Bach dementiert Sperren gegen Russland © Getty Images

Das IOC betont energisch, dass Sanktionen gegen Russland wegen staatlichen Dopings nicht beschlossen seien. Man wolle auf die Entscheidungen der Kommissionen warten.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat erneut energisch dementiert, dass Sanktionen gegen Russland wegen staatlich orchestrierten Dopings beschlossene Sache seien. "Das ist pure Spekulation", teilte ein Sprecher am Mittwoch mit.

Der deutsche IOC-Präsident Thomas Bach habe "bei vielen Gelegenheiten" klargestellt, die Entscheidung über Sanktionen liege bei den beiden zur Aufklärung eingesetzten unabhängigen Kommissionen. Eine Entscheidung solle deutlich vor den Winterspielen 2018 in Pyeongchang/Südkorea fallen.

Seit längerem hält sich das Gerücht, Russland könne durch eine Strafzahlung möglicherweise einen Olympia-Ausschluss verhindern. Die IOC-Vollversammlung hatte die Olympische Charta zuletzt in Lima dahingehend geändert, dass in Zukunft bei Verletzungen des Regelwerks durch Doping oder andere Manipulationen Geldstrafen verhängt werden können.

Das IOC teilte dazu mit: "Es ist ebenfalls pure Spekulation, dass diese Änderung im Kontext einer möglichen Bestrafung Russlands steht."

Zwei Berichte des kanadischen Chefermittlers Richard McLaren für die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatten Russland systematisches Doping mit Verwicklung staatlicher Stellen nachgewiesen.

Russische Leichtathleten waren von Olympia in Rio größtenteils ausgeschlossen worden. Der zweite McLaren-Bericht geht von mehr als 1000 gedopten Sportlern aus.

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