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Paris setzt auf altehrwürdige Projekte © Getty Images

Paris ist für Olympia 2024 bestrebt, altehrwürdige Projekte aus dem 20. Jahrhundert zu nutzen. Dazu zählt eine Metro-Linie, die aus dem Jahr 1900 stammt.

Das nennt man Nachhaltigkeit: Wenn in sieben Jahren zum dritten Mal Olympische Spiele in Paris stattfinden, werden immerhin noch drei Projekte genutzt, die für die Spiele 1900 und 1924 in der Seine-Metropole gebaut wurden.

Die Metro-Linie Nummer 1 wurde am 19. Juli 1900 anlässlich der ersten Sommerspiele in der französischen Hauptstadt und der Weltausstellung eingeweiht. Sie verband die Porte Maillot im Westen, wo die Leichtathletik-Wettbewerbe stattfanden, mit dem Bois de Vincennes im Osten, der Heimat der meisten anderen Entscheidungen.

Die inzwischen erweiterte mythische Linie ist noch heute die von Pendlern meistgenutzte U-Bahn-Linie der Stadt.

Spielstätte für Hockey

Das zweite Relikt ist das Stade Colombe, das seinerzeit für 60.000 Zuschauer außerhalb der Stadtmauern errichtet wurde, weil die Stadt Paris sich weigerte, sich an den Kosten für den Bau des Prinzenparks zu beteiligen. Bei Olympia wird Colombes – für 40.000 Zuschauer vorgesehen – unter anderem Spielstätte für Hockey sein.

Hinzu kommt das Schwimmstadion Les Tourelles im Norden, im 20. Bezirk. Auf der 50-m-Bahn hat der spätere Tarzan-Darsteller Johnny Weissmüller dreimal Gold und einmal Bronze gewonnen. Die Anlage ist allerdings baufällig.

Nach der Vergabe der dritten Spiele in Paris am Mittwoch durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) sollen im Oktober Renovierungsarbeiten beginnen.

Olympia vor 100 Jahren hatte Paris nicht revolutioniert, aber einige Projekte angeschoben, die bleiben.

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