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Die Olympischen Winterspiele finden 2018 im südkoreanischen Pyeongchang statt
Pyeongchang ist nur rund 80 Kilometer von der Grenze zu Nordkorea entfernt © Getty Images

Der Test einer Wasserstoffbombe durch Diktator Kim Jong-un in Nordkorea wirft Sicherheitsfragen für die Olympischen Winterspiele im benachbarten Südkorea auf.

Athletensprecher Max Hartung vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) blickt nach dem Test einer Wasserstoffbombe durch Nordkorea mit einigen Sorgen, aber nicht in Panik nach Pyeongchang.

In dem südkoreanischen Ort rund 80 Kilometer von der Grenze des geteilten Landes entfernt finden im kommenden Februar die Olympischen Winterspiele statt.

"Die Bedrohung ist sehr ernst zu nehmen. Man muss die Entwicklung total im Auge behalten. Auch was die Rolle der USA angeht", sagte Hartung am Montag dem SID. Am Ende jedoch müsse die Bundesregierung entscheiden, "ob sie ein Team in eine solche Gefahrenzone schicken kann", meinte der Europameister im Säbelfechten.

Der 27-Jährige glaubt derzeit nicht, dass die Ausrichtung der Winterspiele in Südkorea gefährdet sei.

"Ein solches Gebaren von Kim Jong-un folgt einem typischen Muster von Diktatoren, die mit derlei Provokationen Probleme im Ausland schüren, um von eigenen Schwierigkeiten abzulenken", sagte der ehemalige Politik-Student.

Hartung betonte, dass der DOSB das Thema auf dem Schirm habe. Es sei zudem gut, dass Funktionäre wie IOC-Präsident Thomas Bach oder der deutsche Delegationschef Dirk Schimmelpfennig selbst nach Pyeongchang fahren.

"Sie werden dann auch in eigener Sache entscheiden, ob eine Reise dorthin gefährlich ist oder nicht", sagte Hartung.

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