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2016 U.S. Paralympics Trials Track & Field - Day 2
Die russischen Athleten dürfen bei den Paralympics in Rio nicht teilnehmen © Getty Images

Russland will das Aus seiner Athleten bei den Paralympics nicht auf sich sitzen lassen. Nach dem CAS-Urteil geht es vor dem Schweizer Bundesgericht in die nächste Runde.

Das Russische Paralympische Komitee (RPC) hat am Freitag vor dem Schweizer Bundesgericht offiziell Berufung gegen den Ausschluss seiner Sportler von den kommenden Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro eingelegt.

Die Russen klagen damit gegen die vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) aufrecht erhaltene Sperre wegen Staatsdopings für alle russischen Aktiven durch das Internationale Paralympische Komitee (IPC).

"Wir haben gegenüber der Schweizer Justiz Berufung gegen das CAS-Urteil eingelegt", sagte der RPC-Vorsitzende Wladimir Lukin der Nachrichtenagentur Interfax am Freitag. Außerdem werden laut Lukin mindestens 266 paralympische Athleten individuell vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg ziehen. 

"Habsucht und Feigheit"

Nach der Entscheidung des CAS am Dienstag hatten in den Folgetagen bereits Russlands Präsident Wladimir Putin und auch Sportminister Wladimir Mutko die Verantwortlichen scharf kritisiert.

"Wir wurden leider Zeuge davon, dass sie humanistischen Einrichtungen Sport und Olympia auf unverschämte Art und Weise von der Politik misshandelt wurden", schimpfte Putin: "Habsucht und Feigheit" hätten über olympische Prinzipien gesiegt.

Putin erläuterte ebenso, man wolle den Sportlern die Möglichkeit geben, im Rahmen eines alternativen Sportfests "zu zeigen, was sie können."

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