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Die russischen Leichtathleten dürfen an den Paralympics teilnehmen
Zhanna Fekolina und Anna Sapozhinikova dürfen bei den Paralympics nicht starten © Getty Images

Die Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro finden ohne russische Sportler statt. Das IPC schließt 278 qualifizierte Athleten aus. Russlands Sportminister ist erschüttert.

Die russischen Behindertensportler sind wegen massiver Doping-Verstöße von den Paralympischen Spielen in Rio (7. bis 18. September) ausgeschlossen worden.

Das gab das Internationale Paralympische Komitee (IPC) am Sonntag in Rio bekannt. 278 russische Athleten hatten sich für die Spiele am Zuckerhut qualifiziert.

Mutko will Entscheidung anfechten

Russlands Sportminister Witali Mutko kündigte umgehend den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS an, um die Entscheidung anzufechten.

"Das russische Anti-Doping-System ist gebrochen und korrupt. Es entspricht nicht dem Welt-Anti-Doping-Code und nicht dem Anti-Doping-Code des Internationalen Paralympischen Komitees", sagte IPC-Präsident Philip Craven: "Es werden keine russischen Athleten bei den Paralympics in Rio starten."

Der DBS stimmt der Entscheidung zu

Präsident Friedhelm Julius Beucher vom Deutschen Behindertensportverband (DBS) reagierte zustimmend auf die Entscheidung. "Das ist eine klare, unmissverständliche, aber auch mutige Entscheidung des IPC.

Sie findet die ausdrückliche Zustimmung des DBS", sagte er: "Null-Toleranz-Politik lässt keine Alternative und keine Ausflüchte zu. Flächendeckendes Doping erlaubt auch keine Unschuldsvermutung. Der IPC hat konsequent reagiert."

Russlands Sportminister Witali Mutko sprach dagegen von einer "unbegreiflichen Entscheidung, jenseits aller Vorstellungsktraft". Er verstehe nicht, sagte Mutko der Nachrichtenagentur Interfax, "auf welcher Basis diese Entscheidung gefallen ist." Mutko sicherte dem Russischen Paralympischen Komitee "volle Unterstützung" zu.

Wegen der schweren Doping-Anschuldigungen auch gegen russische Behindertensportler im McLaren-Bericht hatte das IPC ein Ausschlussverfahren gegen den russischen Nationalverband eingeleitet. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hatte im Vorfeld einen Total-Ausschluss gefordert.

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