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Wladimir Lukin will sich mit Ausschluss der russischen Athleten von den Paralympics nicht abfinden
Wladimir Lukin will sich mit Ausschluss der russischen Athleten von den Paralympics nicht abfinden © Getty Images

Die russischen Paralympics-Athleten geben trotz ihres Ausschlusses noch nicht auf. Sie trainieren einfach weiter und hoffen auf die Gerichte.

Ungeachtet ihrer Aussperrung setzen die russischen Athleten ihre Vorbereitung auf die Paralympics in Rio de Janeiro (7. bis 19. September) fort.

"Wir haben in keinem der 18 Mannschaftsteile das Training abgebrochen. Die Athleten machen weiter, die Trainer versuchen, sie von den negativen Informationen fernzuhalten", sagte Pawel Roschkow, russischer Vizepräsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), das Russland am Sonntag komplett ausgeschlossen hatte.

Russen wollen klagen

Hinter den Kulissen werden nun rechtliche Schritte eingeleitet, die möglicherweise nicht nur in Richtung des Internationalen Sportgerichtshofs CAS gehen.

"Das Russische Paralympische Komitee soll vor Gericht gehen. Vor welches genau, vor den CAS oder ein anderes, werden wir noch entscheiden", sagte Sportminister Witali Mutko.

"Wir prüfen gerade unsere rechtlichen Möglichkeiten. Es sollte nicht politisch werden. Unschuldige Athleten müssen ihr Recht bekommen, an den Paralympics teilzunehmen, ansonsten ist es eine eklatante Verletzung ihrer Menschenrechte", sagte Wladimir Lukin, Präsident des Russischen Paralympischen Komitees (RPC): "Die große Mehrheit unserer Athleten ist absolut sauber."

Das IPC hatte am Sonntag in Rio de Janeiro den Ausschluss aller Russen beschlossen und dies mit dem "korrupten, gebrochenen" Anti-Doping-System begründet. Betroffen von dem Bann sind mehr als 270 russische Athleten.

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