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Ramona Brussig holt in Rio wie auch ihre Zwillingsschwester Carmen die Silbermedaille © Getty Images

Die beiden Brussig-Schwestern greifen sich im Judo die ersten deutschen Medaillen bei den Paralympics ab. Ihre Leistung von London können sie dabei nicht wiederholen.

Carmen und Ramona Brussig haben ihren goldenen "Sister Act" von London nicht wiederholen können.

Die sehbehinderten Zwillingsschwestern aus Schwerin verloren innerhalb einer Stunde ihre Final-Kämpfe im Judo, sorgten aber mit zweimal Silber immerhin für die ersten Medaillen des Deutschen Behindertensportverbands bei den Paralympics in Rio de Janeiro.

Carmen Brussig unterlag am Donnerstagabend im Finale in der Klasse bis 48 kg der Chinesin Li Liqing klar nach Punkten (0:102).

Ramona musste sich in der Klasse bis 52 kg der Französin Sandrine Martinet ebenfalls deutlich geschlagen geben (0:12).

Die Brussig-Schwestern hatten in London 2012 innerhalb von 20 Minuten Gold in ihren Gewichtsklassen gewonnen.

"Ich wusste, dass es schwer wird und dass der Druck nach London größer ist. Aber ich bin froh und überglücklich und genieße die Medaille", sagte Carmen Brussig.

Die Brussig-Schwestern können auf einem Auge mit einer Sehkraft von etwa zehn Prozent nur geradeaus sehen. Auf dem schwächeren Auge erkennen sie nur Schatten. 

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