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Athletics Marathon - Olympics: Day 9
Die Fans dürfen sich auf die paralympischen Spiele in Rio de Janeiro freuen © Getty Images

Kurz vor Start der Paralympics sind die Ticketverkäufe laut IPC-Präsident Philip Craven massiv angezogen. Ein deutscher Athlet lobt die kritisierten Bedingungen vor Ort.

Der Ticketverkauf für die Paralympics in Rio de Janeiro hat kurz vor der Eröffnungsfeier am Mittwochabend noch einmal massiv angezogen.

Vor zwei Wochen seien es noch 300.000 verkaufte Eintrittskarten gewesen, "am Dienstag waren 1,66 Millionen der 2,4 Millionen Tickets abgesetzt", verkündete Sir Philip Craven, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC).

Der Anstieg zeige, "dass die Cariocas (Einwohner von Rio, d.Red.) Lust auf die Spiele haben. Das zeigt auch, dass es ein Erfolg werden wird."

Im Vorfeld der Spiele musste sich das IPC mit den massiven finanziellen Problemen des Organisationskomitees auseinandersetzen.

"Meine Kritik an Rio ist, dass wir erst sechs bis sieben Wochen vorher wussten, dass es ein solches Problem gibt und wir plötzlich in einem schwarzen Loch gesessen haben. Wir haben es geschafft, im Moment scheint trotz der Einschnitte alles gut. Aber ich hoffe, es passiert nie wieder", betonte Craven.

Die Stimmung im Olympischen Dorf bezeichnete der Engländer als "sehr gut. Die Athleten sind glücklich, das Essen ist okay. Das ist für mich das Wichtigste." Bei seinem Besuch sei "einer der bekanntesten deutschen Athleten zu mir gekommen und sagte: 'Ich weiß nicht, was meine olympischen Kollegen hatten: Es ist alles gut.'"

Während Olympia hatte es immer wieder Kritik von Sportlern an diversen Missständen im Dorf gegeben.

Laut Craven werden bei den Paralympics 159 Mannschaften plus das zweiköpfige Flüchtlingsteam, das unter der IPC-Flagge startet, dabei sein. Insgesamt 4342 Sportler sind gemeldet. 154 Länder übertragen die Spiele, 35 mehr als in London 2012.

In 23 Sportarten finden ab Donnerstag 528 Wettbewerbe statt. Das IPC wird 1500 Dopingtests durchführen

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