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European Canoe Sprint Olympic Qualifier - Day Two
Edina Müller musste sich in Rio mit der Silbermedaille begnügen © Getty Images

Die Goldfavoritin im Kanusprint muss sich bei den Paralympics in Rio hauchdünn einer Britin geschlagen geben und holt Silber. Auch Kierey verpasst Gold.

Favoritin Edina Müller hat den Premierensieg im Kanusprint bei den Paralympics in Rio de Janeiro hauchdünn verpasst. Die 33–Jährige aus Hamburg musste sich über 200 m in 58,874 Sekunden der Britin Jeanette Chippington (58,760) geschlagen geben.

Auf die Frage, ob sie sich über Silber freue, antwortete Müller: "Das dauert ein bisschen. Ich muss das erst mal sacken lassen. Gold wäre möglich gewesen. Es herrschte ziemlich starker Seitenwind, das hat sie einfach etwas besser hinbekommen."

Es war die erste Goldmedaille, die im Kanusport bei den Paralympics vergeben wurde. Die Disziplin steht in Rio de Janeiro erstmals auf dem Programm. Deutschlands Chef de Mission Karl Quade wertete das Ergebnis dagegen ausdrücklich als erfreulich.

"Im Triathlon haben wir ja auch Gold bei der Premiere gewonnen. Es ist erfreulich, dass wir bei den neuen Sportarten gleich von Anfang an dabei sind und nicht hinterherhinken."

Für Müller war es die drite Medaille ihrer Karriere. In London 2012 war sie mit der Rollstuhl-Basketball-Mannschaft Paralympicssiegerin geworden, 2008 hatte sie mit den Basketballerinnen Silber geholt.

Auch Kierey mit Silber

Nach Müller hat auch Tom Kierey aus Dresden das erste Kanu-Gold in der Geschichte des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) bei Paralympics hauchdünn verpasst.

Im Sprint über 200 m der Klasse KL3 kam der Weltmeister der vergangenen beiden Jahre in 39,909 Sekunden wie zuvor Müller auf Platz zwei.

"Ich habe mein Ziel erreicht. Ich war ganz dicht dran. Das ist für mich die klare Ansage für Tokio, dass es weitergeht. Ich habe gehofft, meine Hymne zu hören, jetzt muss ich in vier Jahren wieder ran", sagte der 22-Jährige, der auf den Ukrainer Sergej Jemeljanow winzige 0,099 Sekunden Rückstand hatte. Der Kanusport gehört in Brasilien erstmals zum Programm.

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