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Bahman Golbarnezhad, hier beim Bahnradfahren, verstarb nach einem Unfall
Bahman Golbarnezhad, hier beim Bahnradfahren, verstarb nach einem Unfall © Getty Images

Ein tragischer Todesfall überschattet die Paralympischen Spiele: Der Iraner Bahman Golbarnezhad kommt bei einem Rennen zu Fall und erliegt den Folgen seiner Verletzungen.

Der iranische Radfahrer Bahman Golbarnezhad ist nach einem Unfall beim Straßenrennen der Paralympics in Rio de Janeiro gestorben.

"Das ist ein sehr trauriger Moment. Unsere Gedanken sind bei der Familie, den Freunden und Teamkollegen von Bahman Golbarnezhad sowie beim Nationalen Paralympischen Komitee des Irans. Das ist eine unfassbare Tragödie und wirft einen Schatten auf die großartigen Spiele hier in Rio", sagte Sir Philip Craven, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC).

Der 48-Jährige war bei einem Bergabschnitt der Strecke gestürzt, teilte das IPC in einer Stellungnahme mit. Er sei sofort versorgt worden, auf dem Weg ins Unimed Rio Krankenhaus in Barra habe er aber einen Herzstillstand erlitten. Golbarnezhad verstarb kurz nach der Ankunft in der Klinik.

Der brasilianische TV-Senders O Globo hatte zuvor berichtet, dass der Iraner mit dem Kopf auf einen Stein geprallt sei. 

Iranische Fahne auf Halbmast

Das IPC hat eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände des Unfalls aufzuklären. Carlos Nuzman, Präsident des Oragmisationskomitees Rio 2016 sprach von einem "sehr traurigen Moment für die paralympische Bewegung".

Am Nachmittag (Ortszeit) war die Familie von Golbarnezhad über das Unglück unterrichtet worden. Im Olympischen Dorf wurde gleichzeitig die iranische Mannschaft über den Tod ihres Kollegen informiert.

Die iranische Fahne im Olympischen Dorf wurde ebenso auf Halbmast gesetzt wie die Fahne im Riocentro, wo die iranische Sitzvolleyball-Mannschaft am Sonntag das Finale gegen Bosnien-Herzegowina austrägt.

Bei der Schlussfeier am Sonntagabend (Ortszeit) wird es eine Gedenkminute geben.

Für Golbarnezhad war es das zweite Rennen in Rio gewesen. Am Mittwoch war er beim Zeitfahren gestartet. Er hatte auch bei den Paralympics in London teilgenommen.

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