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Kai Kruse gewann die Bronzemedaille im Tandem
Kai Kruse gewann die Bronzemedaille im Tandem © Getty Images

Radfahrer Kai Kruse erhebt nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Paralympics schwere Vorwürfe gegen seine Vorgesetzten. Es ist nicht der erste Party-Vorfall.

Bronzemedaillen-Gewinner Kai Kruse hat schwere Vorwürfe gegen seine Vorgesetzten bei den Paralympics erhoben.

"Ich fand es eine ganz schwache Aktion, dass alle Betreuer inklusive sportlicher Leitung und Physios am Vorabend unseres Wettkampfes zum Feiern ins Deutsche Haus sind. Es war niemand mehr für uns da", beklagte sich der sehbehinderte Radfahrer, der am Tag darauf zu Bronze im Tandem fuhr.

Der Party-Vorwurf war nicht die erste Aktion in Rio, die dem 25-Jährigen missfiel.

"Wir mussten zum Pre-Opening des Deutschen Hauses. Gleichzeitig fand ein Briefing statt, bei dem gesagt wurde, dass man sich für Behandlungen anmelden muss. Das wurde uns nicht mitgeteilt. Also hatte ich am nächsten Tag keinen Physio."

Glücklicherweise half ein Betreuer der Tischtennis-Spieler aus. "Das hat mit Professionalität nichts zu tun. Aber genau die wird von uns verlangt", beklagte sich der Medaillen-Gewinner.

Der Deutsche Behindertensport-Verband will den Vorwürfen nachgehen. "Bei uns wird nichts unter den Tisch gekehrt und jeder Beschwerde nachgegangen. Auch in der Frage, ob sie berechtigt ist", sagte Präsident Friedhelm Julies Beuchert.

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