Video

Nach Meinung von SPORT1-Experte Olaf Thon geht der Bayern-Coach im Umgang mit den Schiedsrichtern in "Grenzbereiche". Die Argumentation von Gisdol versteht er nicht.

Pep Guardiola vom FC Bayern gehört nicht nur zu den taktisch cleversten Trainern in der Bundesliga.

Er weiß offenbar auch ganz genau, wie weit man im Umgang mit den Unparteiischen während der Spiele gehen kann.

"Er versucht, in die Grenzbereiche reinzukommen und alles auszunutzen", sagte SPORT1-Experte Olaf Thon in der Telekom Spieltaganalyse.

Während der Katalane trotz klar ersichtlicher Berührungen der vierten Offiziellen noch nie bestraft wurde, musste Hoffenheims Trainer Markus Gisdol am Mittwoch im Spiel gegen Borussia Dortmund (1:1) auf die Tribüne.

Er hatte nach einer umstrittenen Entscheidung gegen seine Mannschaft den Schiedsrichter-Assistenten Rafael Foltyn am Arm gezogen.

Nach dem Spiel beschwerte er sich mit Blick auf Guardiola vehement darüber, dass bei solchen Situationen mit verschiedenem Maß gemessen werde. Thon hatte zwar Verständnis für den Frust von Gisdol, aber nicht für dessen Argumentation. "Ein Schiedsrichter ist Luft, ihn darf man nicht anfassen", sagte der Weltmeister von 1990. Das gelte auch für Gisdol.