vergrößernverkleinern
Sandro Wagner (M.) vergibt in der vierten Minute der Nachspielzeit einen Strafstoß
Sandro Wagner (M.) vergibt in der vierten Minute der Nachspielzeit einen Strafstoß © Getty Images

München - Sandro Wagner vom SV Darmstadt 98 investiert gegen den 1. FSV Mainz 05 viel, vergibt aber einen geschenkten Strafstoß. Yunus Malli trumpft erneut auf. Daten zum Freitagsspiel.

Viel Einsatz, kein Ertrag: Sandro Wagner hat beim 2:3 (1:2) seines SV Darmstadt 98 im Derby gegen den 1. FSV Mainz 05 wirklich einen mehr als bescheidenen Tag erlebt.

Der Stürmer zeigte sich zwar über 90 Minuten sehr engagiert und einsatzfreudig, gewann gute 47 Prozent seiner Duelle und gab mit großem Vorsprung die meisten Torschüsse aller Spieler auf dem Platz ab (sechs).

Dennoch wurde der glücklose 27-Jährige in der vierten Minute der Nachspielzeit endgültig zur tragischen Figur, als er einen geschenkten Foulelfmeter kläglich vergab und seine Mannschaft damit einen Punkt kostete.

Bei seinem fünften Straftstoß in der Bundesliga versagten ihm zum zweiten Mal die Nerven (drei verwandelt).

© SPORT1

Malli baut seine Quote aus

Stefan Bell hatte die über weite Strecken überlegenen Rheinhessen (59 Prozent Ballbesitz) zunächst nach einem ruhenden Ball mit seinem ersten Versuch und der ersten echten Torchance des Spiels in Führung geköpft (15.).

Wenig später schlug dann die Stunde von Yunus Malli: Der 23-Jährige erzielte mit einem sehenswerten Schuss von der Strafraumgrenze seinen sechsten Saisontreffer - und das mit seinem ersten und einzigen Torschuss der ersten Hälfte (24.).

Für den Rechtsfuß war es schon sein zwölftes Tor in diesem Jahr, er ist damit ligaweit der torgefährlichste Mittelfeldspieler 2015.

Mittelfeldjuwel mit Luft nach oben

Insgesamt hat Malli in den vergangenen zehn Monaten an 16 der 37 Treffer seines Teams direkt mitgewirkt.

Am Böllenfalltor hatte er zwar lediglich 52 Ballkontakte, suchte dabei jedoch immerhin drei Mal selbst den Abschluss und lieferte die Vorarbeit zu drei weiteren Schüssen.

Seine Passquote (69 Prozent angekommen) und Zweikampfbilanz (46 Prozent gewonnene Duelle) waren allerdings ausbaufähig.

© SPORT1

Heller übertrifft sich selbst

Die Lilien wehrten sich und schlugen schnell zurück. Marcel Heller verkürzte gleich mit dem ersten Torschuss seines Teams spektakulär in den Winkel (27.).

Für den 29-Jährigen war es im achten Spiel schon das vierte Tor - in der gesamten Vorsaison hatte er nur drei Mal getroffen.

Nach dem Seitenwechsel gelang dem eingewechselten Marco Sailer mit dem ersten Jokertor des Aufsteigers in dieser Saison sogar der zwischenzeitliche Ausgleich (57.).

© SPORT1

Erneute Heimpleite für die Lilien

Für den Stürmer war es zugleich sein erster Bundesliga-Treffer.

Der Jubel währte aber nicht allzu lange. Denn Pablo De Blasis schoss nur wenig später mit seinem ersten Saisontor zum Siegtreffer für das Team von Trainer Martin Schmidt ein, das nun schon genauso viele Dreier eingefahren hat, wie in der kompletten Hinrunde 2014/15 (vier).

Für die Hessen war es unterdessen erst die zweite Niederlage, zuvor hatte man nur gegen den FC Bayern verloren - auch damals setzte es eine Heimpleite.