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Hannover 96 v SV Darmstadt 98 - Bundesliga
Sandro Wagner (l.) gelang gegen Hannover ein Doppelpack © Getty Images

Darmstadts Sandro Wagner stellt einen neuen Karriere-Höhepunkt auf, Hannover steuert schweren Zeiten entgegen. In Köln geht eine kuriose Serie weiter. Datenanalyse.

Hannover 96 hat das Debüt von Trainer Thomas Schaaf trotz Führung verloren. Gegen Darmstadt gab es eine 1:2-Heimniederlage, für die Sandro Wagner maßgeblich verantwortlich war.

SPORT1 zeigt die Daten-Highlights des 18. Spieltags:

1. Wagner gut wie nie

Sandro Wagner schoss Darmstadt mit einem Doppelpack zum Sieg in Hannover. Mit nun sechs Saisontoren hat er so viele wie noch nie in seiner Karriere erzielt. Schon zum zweiten Mal im Lilien-Trikot gelangen Wagner zwei Tore, insgesamt stehen drei Doppelpacks in seiner Bundesliga-Karriere.

Die Spielstatistik von Sandro Wagner © SPORT1

Bis zum Spiel in Hannover hatte Wagner kein einziges Bundesligator mit links erzielt, heute netzte er gleich zweimal mit dem linken Fuß ein.

2. Schwere Zeiten für Hannover

Trotz der frühen Führung durch Hugo Almeida gab 96 das Spiel noch aus der Hand und kassierte die vierte Niederlage in Folge.

In den letzten sieben Spielen ging Hannover sogar sechsmal als Verlierer vom Platz. Schon zum vierten Mal verloren die Niedersachsen nach einer Führung, das ist Ligahöchstwert. Noch bitterer: Alle Niederlagen kassierte man zu Hause.

3. Almeida wie einst in Bremen

Neuzugang Hugo Almeida brachte Hannover mit 1:0 in Führung, nur zehn Minuten brauchte der Portugiese bei seinem Bundesliga-Comeback für ein Tor.

Auch in seinem ersten Spiel in der deutschen Eliteklasse traf er, 2006 klingelte es sogar bereits drei Minuten nach seiner Einwechslung. Trainer damals wie heute: Thomas Schaaf.

Allerdings tauchte der 31-Jährige anschließend komplett ab, kam nach seinem Tor auf keinen einzigen Torschuss mehr.

4. Kuriose Heimserie geht weiter

Die Niederlage des 1. FC Köln gegen Stuttgart hätte man eigentlich vorhersagen können.

In den letzten 19 Duellen der beiden Teams sprang kein Heimsieg heraus, die längste Serie der Bundesliga-Geschichte. Im Oktober 2000 konnte letztmals das Heimteam jubeln. Eigentlich kein Wunder, dass der VfB den 0:1-Rückstand noch in einen 3:1-Sieg drehte.

Christian Gentner traf zum 3:1-Endstand © SPORT1

5. Premiere für Stöger

Das hatte sich Peter Stöger anders vorgestellt: Im ersten Spiel nach seiner Vertragsverlängerung bis 2020 kassierte Köln eine 1:3-Niederlage.

Drei Gegentore in einem Heimspiel gab es in der Ära Stöger sogar noch nie.

6. Hoffenheim mit Lichtblick

Gegen Angstgegner Leverkusen gelang Hoffenheim mit dem 1:1 zumindest ein Teilerfolg. Zuvor gingen 13 der 15 Duelle verloren. Auch die Serien von Stefan Kießling (7 Tore in den letzten 6 Spielen gegen 1899) und Chicharito (10 Tore in letzten 7 Spielen) gingen zuende.

Allerdings wartet die TSG nun seit sieben Jahren auf einen Dreier zum Rückrundenauftakt. Dass es nicht zum Sieg reichte, lag an Ömer Toprak, der als erster Abwehrspieler in dieser Saison gegen Hoffenheim traf. Länger schaffte es kein Team ohne einen Verteidiger-Gegentor.

7. Hamad wie Phönix aus der Asche

Nach 447 Tagen ohne Bundesliga-Einsatz stand Jiloan Hamad überraschend in der Startelf des Teams von Trainer Huub Stevens.

Der Schwede lieferte ein vorzügliches Bewerbungsschreiben ab, traf zur Hoffenheimer Führung und agierte besonders vor der Pause sehr agil.

Die Spielstatistik von Jiloan Hamad © SPORT1

8. Augsburg weiter defensivstark

Der FCA verdiente sich einen Punkt beim 0:0 in Berlin und kassierte damit in den letzten vier Auswärtsspielen kein Gegentor. Den letzten Treffer mussten die Schwaben Ende Oktober in Dortmund hinnehmen. Insgesamt musste Keeper Marwin Hitz in den letzten sechs Partien nur einmal hinter sich greifen. Der Vereinsrekord von vier Auswärtssiegen in Folge misslang jedoch.

Mit sechs Spielen ohne Niederlage hat Augsburg nun die längste Serie aller Bundesliga-Teams.

9. Langeweile als Tradition

Nicht nur die Augsburger können Defensive, auch Hertha überzeugte durch starke Abwehrarbeit. Seit drei Bundesligaspielen sind die Berliner ohne Gegentor und stellten damit den Vereinsrekord ein.

Kurios: In den letzten sechs Partien zwischen Berlin und Augsburg fielen lediglich drei Tore.

10. Ingolstadt beendet Negativlauf

Nach vier Spielen in Folge ohne Sieg gewannen die Schanzer wie in der Hinrunde mit 1:0 gegen Mainz. In den letzten fünf Jahren verlor der FCI kein einziges Spiel zum Jahresbeginn.

Mainz enttäuschte hingegen und ist seit drei Partien ohne eigenen Treffer.