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FC Bayern Muenchen v VfL Wolfsburg - Bundesliga
Robert Lewandowski erzielte (2.v.l.) beim 5:1 im Hinspiel fünf Tore für die Münchner © Getty Images

München - Der VfL Wolfsburg der laufenden Saison ist mit dem der letzten nicht zu vergleichen. Bremen will seine "Rekordjagd" stoppen. In der Datenvorschau außerdem: Hannovers Horrorbilanz.

Schon lange bevor der Ball am 23. Bundesliga-Spieltag rollte, stand fest, dass es ein besonderer werden wird. Denn für die Fußball-Fans in Deutschland ergibt sich ein ungewohnter Zeitplan.

Auf Grund dessen, dass am vergangenen Donnerstag vier deutsche Teams in der UEFA Europa League (jeder Spieltag LIVE im TV auf SPORT1) angetreten sind und keine zwei davon aufeinander treffen, finden am Samstag nur vier Partien statt, am Sonntag ebenso viele.

Eintracht Frankfurt gegen den FC Schalke 04 wird am Sonntag gar erst um 19.30 Uhr angepfiffen. (Spielplan der Bundesliga)

SPORT1 liefert weitere interessante Statistiken zu den Samstagsspielen:

1. Wolfsburg droht Deklassierung

Sollte der FC Bayern sein Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg (ab 15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) gewinnen, hätten die Münchner mit 62 Punkten doppelt so viele wie der amtierende Pokalsieger. Das käme einer Deklassierung der Wölfe gleich, die in der vergangenen Saison noch mit gerade einmal zehn Zählern Rückstand Vizemeister wurden.

Die Bilanz der beiden Teams in den direkten Duellen spricht ganz klar pro Bayern. Nur vier der 41 Aufeinandertreffen konnte der VfL für sich entscheiden. 40:100 lautet die Torstatistik.

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2. Lewandowskis Traum-Saison

Unvergessen ist Robert Lewandowskis denkwürdiger Auftritt beim 5:1-Sieg des FC Bayern im Hinspiel. Der Pole brach mit einem Fünferpack in knapp neun Minuten sämtliche Weltrekorde.

Zusammen mit Thomas Müller hat der Angreifer bereits 39 Mal eingenetzt. Damit jagt das Duo den Bundesliga-Rekord von Wolfsburgs Meistergaranten Grafite und Edin Dzeko, die in der Saison 2008/09 auf 54 Treffer kamen.

Torjägerliste der Bundesliga
Robert Lewandowski und Thomas Müller treffen fast wie sie wollen © SPORT1

3. Hannover kaum noch zu retten

Hannover 96 taumelt in Richtung 2. Bundesliga. Keines der 15 Teams, die nach 22 Bundesliga-Spieltagen bei maximal 14 Punkten gestanden haben, schaffte am Saisonende die Rettung.

Sollten die Niedersachsen auch beim VfB Stuttgart (ab 15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) verlieren, hätten sie ihren Negativrekord von neun Niederlagen in Folge eingestellt. Das war den 96ern bereits zweimal in der Vereinsgeschichte passiert.

Wenig Hoffnung besteht jedoch nicht. Seit 440 Minuten hat das Team von Trainer Thomas Schaaf kein Tor mehr erzielt. Es steht mit null Punkten auf Platz acht der Rückrundentabelle – und muss zum Spitzenreiter in dieser Hinsicht (13 Zähler für den VfB).

4. Schwaab trifft auf seinen Lieblingsgegner

Dank VfB-Trainer Jürgen Kramny ist Daniel Schwaab der Durchstarter der Rückrunde, verleiht der Defensive der Schwaben aus der Hinrunde ungekannte Stabilität.

Gegen Hannover spielt der Innenverteidiger besonders gern: Noch nie hat Schwaab gegen 96 verloren und in der letzten Saison sein bisher einziges Bundesliga-Tor erzielt.

5. Bremen will "Rekordjagd" stoppen

Für gewöhnlich will man als Sportler Rekordjagden fortsetzen. Nicht so im Fall von Negativrekorden, wie Werder Bremen derzeit drauf und dran ist.

Die Grün-Weißen spielen die schlechteste Saison im Oberhaus ihrer Vereinsgeschichte. Nach 22 Partien stehen fünf Siege, fünf Unentschieden und zwölf Niederlagen zu Buche.

Sollte Werder gegen den SV Darmstadt (ab 15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) erneut ein Gegentor kassieren, würde es den Bundesliga-Rekord von 23 Partien mit mindestens einem Gegentor seit Saisonbeginn von Borussia Mönchengladbach aus der Spielzeit 1997/98 egalisieren. Dafür spricht, dass Bremen bislang alle drei Partien gegen die beiden Aufsteiger Darmstadt und Ingolstadt verloren hat.

Bremen und Darmstadt im Vergleich
Darmstadt ist vor dem Tor deutlich effektiver als Werder Bremen © SPORT1

6. Wagner der Herr der Lüfte

Darmstadts Ex-Bremer Sandro Wagner ist im Jahr 2016 hinter Lewandowski und Frankfurts Alex Meier drittbester Torschütze der Bundesliga. Für vier von sechs Treffern der Lilien war der Stürmer verantwortlich.

Insbesondere per Kopf sind er und das gesamte Team des Aufsteigers gefährlich. Fünf Kopfballtore bedeuten Ligaspitze für Wagner, zehn für seine Mannschaft. Für Darmstadt stehen die Chancen gut, dass es auch an der Weser klappt. Mit acht kassierte Werder die zweitmeisten Tore per Kopf aller 18 Mannschaften.

7. Dino trifft auf Rookie

Die vierte Partie des Samstagnachmittags bildet Hamburger SV gegen den FC Ingolstadt (ab 15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER).

Dabei kommt es zum Aufeinandertreffen eines Urgesteins mit einem Neuling der Bundesliga. Mit 1.786 Partien haben die Rothosen die meisten, die Bayern mit 22 die wenigsten in der Eliteklasse des deutschen Fußballs absolviert.