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Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter steht zusätzlichen elektronischen Hilfsmitteln kritisch gegenüber. Der Schiedsrichter auf dem Platz müsse weiterhin das Sagen haben.

Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Bernd Heynemann hat sich angesichts der Debatte um einige strittige Schiedsrichterentscheidungen im Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Ingolstadt (1:0) klar gegen einen Videobeweis in der Bundesliga ausgesprochen.

"Ich bin kein großer Befürworter des Videobeweises. Wir haben gerade erst in Dortmund wieder gesehen, dass das Spiel dann in ein, zwei Szenen hätte unterbrochen werden müssen. Dann hätte der Ober-Schiedsrichter entscheiden müssen - und hätte auch keine abschließende Lösung gehabt. Letztendlich würde dann aber die Kompetenz des Schiedsrichters auf ihn übertragen", sagte der 62-Jährige in der Telekom Spieltaganalyse auf SPORT1.

Und weiter: "Ich denke, je mehr Elektronik Einzug erhält, desto wirrer wird das Spiel. Die Einführung des Hawk Eyes war eine richtige Entscheidung, weil es eine physische Entscheidung ist, ob der Ball im Tor ist oder nicht. Aber die Kompetenz und die Entscheidungen des Schiedsrichters noch weiter auf die Elektronik zu übertragen - das sehe ich nicht."

Für Heynemann muss der Referee auf dem Rasen weiterhin das Sagen haben: "Wenn die Spieler merken, dass der Schiedsrichter auf dem Platz nichts mehr zu sagen hat, dann ist er auch keine Respektsperson mehr - das ist insgesamt schlecht für die Autorität."