Video

SPORT1-Experte Thomas Strunz sieht im Abgang von Kevin De Bruyne einen Grund für die Krise des VfL Wolfsburg. Aber auch in der Defensive fehlt ein Schlüsselspieler.

Sieben Spiele sieglos und der Tabelle nur noch Achter: Der Champions-League-Teilnehmer VfL Wolfsburg ist in der Bundesliga nur noch Mittelmaß.

Für SPORT1-Experte Thomas Strunz hat die Krise des VfL verschiedene Gründe - einer davon ist der Wechsel von Kevin De Bruyne im Sommer zu Manchester City.

"Den De-Bruyne-Abgang hat die Mannschaft nicht so verkraftet, dass sie ihre Chancen auch in Tore ummünzen kann", sagte Strunz in der Telekom Spieltaganalyse: "Das war in der Offensive der große Unterschied."

Zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison hatte De Bruyne bereits 19 Scorerpunkte auf dem Konto, aktuell sind Max Kruse und Bas Dost mit je acht Wolfsburgs Beste. "Daran merkt man, dass der Weggang von De Bruyne eine Rolle spielt", sagte Strunz.

"Umschaltspiel funktioniert nicht"

Ein weiterer Grund für die Talfahrt von Rang drei auf Rang acht liegt für den Europameister von 1996 in der fehlenden Balance zwischen Offensive und Defensive. "Das Umschaltspiel der offensiv denkenden Spieler funktioniert nicht so richtig. Dazu die Absicherung im Zentrum, wo Luiz Gustavo, der sonst für Stabilität sorgt, fehlt", sagte Thon.

Gustavo, der in dieser Saison immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte, fehlte bei der jüngsten 0:3-Niederlage beim FC Schalke 04 wegen einer Gelbsperre. In zehn Spielen mit Gustavo holte der VfL im Schnitt 1,8 Punkte, in den zehn ohne ihn nur 0,9 Punkte.

"Eine defensiv kompaktere Grundordnung muss Dieter Hecking schnellstmöglich hinbekommen, denn sonst wird es schwer, Spiele zu gewinnen", sagte Thon.