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Hannover 96 v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga
Noah-Joel Sarenren-Bazee (l.) und Waldemar Anton (r./beide 19) brachten Hannover 96 auf die Siegesstraße © Getty Images

München - Hannover spielt gegen Mönchengladbach mit einer so jungen Elf wie seit über 30 Jahren nicht mehr. Prompt verhindern zwei Youngster neue Negativrekorde für die Niedersachsen.

Zum Auftakt des 30. Spieltags der Bundesliga hatte Hannover 96 nach sieben sieglosen Heimspielen einmal wieder Grund zu jubeln.

Beim 2:0-Erfolg ließen die Niedersachsen Europapokal-Aspirant Borussia Mönchengladbach keine Chance und sendeten ein Lebenszeichen im Abstiegskampf aus.

Gladbach dagegen muss sich nach der verdienten Niederlage langsam aber sicher von den Champions-League-Träumen verabschieden.

SPORT1 zeigt interessante Daten und Statistiken zum Spiel:

1. 96-Youngster erlegen Gladbach

Die Startelf von Hannover war im Schnitt nur 24,5 Jahre alt - jünger war sie in der Bundesliga zuletzt am 22. April 1986 bei einem 0:1 in K'lautern (23,8 Jahre im Schnitt).

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Und promt stachen die Youngster: Waldemar Anton (19) machte mit seinem ersten Bundesligator auf Vorlage von Noah-Joel Sarenren-Bazee (19) das vorentscheidende 1:0. Damit waren die beiden im vierten bzw. zweiten Bundesligaspiel erstmals an einem Tor beteiligt.

2. Fremdelnde Fohlen

Seit mittlerweile neun Spielen ist Borussia Mönchengladbach in der Fremde sieglos, holte auswärts ganz schwache zwei von möglichen 27 Punkten. Selbst Hannover brachte es in den letzten acht Gastspielen auf immerhin vier Punkte.

Damit lässt Gladbach die Chance ungenutzt, Tuchfühlung zu Champions-League-Quali-Rang 4 aufzunehmen, den Leverkusen nun mit einem Spiel weniger und drei Punkten Vorsprung inne hat. Am Samstag können Mainz und Schalke die Gladbacher gar auf Rang 7 verdrängen.

Mönchengladbach kassierte bereits die 13. Niederlage dieser Saison, so viele gab es letztmals vor fünf Jahren.

3. Faktor Stendel

In seinem zweiten Spiel holte Hannovers Cheftrainer Daniel Stendel bereits seinen ersten Sieg und den insgesamt vierten Punkt - einen Punkt mehr als Vorgänger Thomas Schaaf in seinen elf Spielen holte.

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Daniel Stendel haucht Hannover 96 neues Leben ein © Getty Images

4. Hannover verhindert Negativrekorde

Mit dem ersten Sieg nach sieben Heimniederlagen konnte 96 den Negativrekord, gehalten von Tasmania Berlin und Hansa Rostock (beide acht Pleiten), gerade noch verhindern.

Außerdem gelang Hannover erstmals nach 578 Minuten wieder ein Heimtreffer. Hannover verhindert zudem die schlechteste Rückrunde seit Einführung der Drei-Punkte-Regel, die bisher St. Pauli 1996/97 mit nur sechs Punkten hält.

5. Gladbach zu passiv

Hannover beherrschte Gladbach in allen Belagen, war aggressiver (20:8 Fouls), gab mehr Torschüsse (12:8) ab und lief satte 6,1 Kilometer mehr, was sich am Ende im Endresultat von 2:0 manifestierte.

© SPORT1