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Olaf Thon (r.) glaubt, dass die Kritik von Mehmet Scholl Mario Götze gut getan hat © SPORT1

Olaf Thon glaubt an eine Trotzreaktion von Mario Götze nach Mehmet Scholls Kritik und vergleicht ihn mit einem anderen Weltmeister. Anschließend habe er befreit gewirkt.

Olaf Thon glaubt, dass Mario Götze die harte Kritik von Mehmet Scholl gut getan hat.

"Die sensiblen Spieler wie Götze brauchen den Druck von außen. Auch Mats Hummels wurde von Thomas Tuchel ja anfangs kritisiert", sagte der SPORT1-Experte in der Telekom Spieltaganalyse.

Scholl hatte in der ARD gemeint, Götze müsse "viel, viel mehr trainieren." Verglichen mit seiner Zeit bei Borussia Dortmund sei Götze ein Schatten seiner selbst: "Er war ein Pfeil, so schnell, athletisch", sagte Scholl, davon sei er aktuell aber weit entfernt.

Das Spiel gegen Eintracht Frankfurt, in dem Götze Bayerns 1:0-Siegtor von Franck Ribery vorbereitete, sei für Thon ein großer Schritt in die richtige Richtung gewesen. "Götze wirkte befreit, er hat den absoluten Willen gehabt", lobte der Ex-Nationalspieler.

Thomas Berthold möchte hingegen noch nicht von einer Wende sprechen. "Entscheidend wird sein, wie es bei und nach der EM läuft. Götze braucht den regelmäßigen Spielbetrieb", sagte er.

Götze kam nach seiner Adduktorenverletzung in der Rückrunde erst zweimal für den FC Bayern zum Einsatz.