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VfL Wolfsburg v Eintracht Frankfurt - Bundesliga
Max Kruse bejubelt zwei Wolfsburger Tore nach zwei Torschüssen © Getty Images

Der VfL Wolfsburg stürmt lau wie der HSV, entführt aber dennoch drei Punkte - und das nicht zum ersten Mal. Köln besiegt seinen ligenübergreifenden Auftaktfluch. Die kuriosesten Fakten zum 1. Spieltag.

SPORT1 präsentiert fünf Kuriositäten des 1. Spieltags: 

Wolfsburg eiskalt wie im Vorjahr

Eine ihrer größten Stärken haben die Wolfsburger auch mit einem schwachen Kevin De Bruyne nicht eingebüßt: Die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Gegen Eintracht Frankfurt trafen die Wölfe gleich mit ihrem ersten Torschuss. Das gelang ihnen als einzigem Team seit der Datenerhebung schon in der letzten Bundesliga-Saison ganze zehn Mal.

Doch damit nicht genug: Das 2:0 durch Bas Dost war Wolfsburgs zweiter Torschuss des Spiels. Das blieben auch die einzigen Torschüsse der Hausherren in der ersten Hälfte, so wenige wie noch nie unter Dieter Hecking.

Die Statistiken zum Zeitpunkt des Wolfsburger 2:0 © SPORT1

Insgesamt schossen die Niedersachsen nur fünfmal in Richtung Frankfurter Tor. Zum Vergleich: Das waren genauso wenige Torschüsse wie der HSV beim FC Bayern und Borussia Mönchengladbach in Dortmund.

Köln besiegt den Auftaktfluch

Mit dem schmeichelhafte 3:1-Sieg des 1. FC Köln beim VfB Stuttgart endet eine lange Durststrecke: Seit 2007 wartete der FC in einem Auftaktspiel der 1. oder 2. Liga auf einem Sieg. Nun ist das Trauma bezwungen, weil der FC aus nur 9 Chancen 3 Tore machte.

Die Spielstatistiken zu VfB Stuttgart - 1. FC Köln © SPORT1

Damit bleibt auch die momentan längste Negativ-Heimserie der Bundesliga intakt: Seit 1996 ist der VfB daheim gegen den 1. FC Köln sieglos. Eine derartige Durststrecke durchlebt derzeit kein anderer Ligaverein.

In Duellen zwischen Stuttgart und Köln ist es bereits das 18. Spiel in Folge ohne einen Heimsieg (10 Auswärtssiege, 8 Remis.

Weigl überrascht sie alle

19 Jahre und schon so cool: Julian Weigl legte beim BVB ein starkes Bundesliga-Debüt hin, und das gegen einen Champions-League-Teilnehmer. Gegen Borussia Mönchengladbach agierte Weigl gemeinsam mit Ilkay Gündogan in der Doppelsechs - und übertrumpfte den Nationalspieler sogar in Sachen Passgenauigkeit.

Julian Weigl und Ilkay Gündogan gegen Mönchengladbach © SPORT1

Ein starker Auftakt für den Junioren-Nationalspieler, der von 1860 München zum BVB kam.

Wieder guter Trainerstart beim BVB

Borussia Dortmund und neue Trainer, das funktioniert offenbar. Thomas Tuchel ist bereits der vierte Dortmunder Coach in Folge, der sein erstes Bundesliga-Spiel mit dem BVB nicht verloren hat.

Das 4:0 gegen Gladbach war zudem der höchste Premierensieg eines BVB-Trainers überhaupt.

Die Trainer-Debüts im Überblick:

Thomas Tuchel: 4:0 gegen Borussia Mönchengladbach (2015)

Jürgen Klopp: 3:2 gegen Bayer Leverkusen (2008)

Thomas Doll: 0:0 gegen Nürnberg (2007)

Jürgen Röber: 3:2 gegen den FC Bayern (2007)

Zuletzt verlor Bert van Marwijk ein Bundesliga-Debüt als Trainer von Borussia Dortmund (1:2 gegen Wolfsburg im Jahr 2004).

Bundesliga-Debüt mit Eigentor

Mit seinem Eigentor zum 2:2 gegen Hannover 96 hat Darmstadts Aytac Sulu Eintritt in einen eher zweifelhaften Spielerkreis gefunden: Der Lilien-Kapitän ist einer von insgesamt neun Bundesligaspielern, denen bei ihrem Bundesliga-Einstand ein Eigentor unterlaufen ist. Mit dabei: Unter anderem Ex-Bayern-Keeper Jean-Marie Pfaff.

Bremen ist Eigentor-Meister

Werder Bremen kommt indes durch das Eigentor des Tschechen zu unrühmlichen Ehren:

Mit dem 53. Eigentor der Bremer Bundesliga-Geschichte sind die Werderaner mit dem bisherigen alleinigen Rekordhalter Eintracht Frankfurt gleichgezogen. Ein Rekord, den Gebre Selassie seinen Bremern wohl lieber erspart hätte.

Kießling und Huntelaar mit Startrekord

Stefan Kießling von Bayer Leverkusen ist mit seinem Tor zum 1:1 gegen 1899 Hoffenheim ein historischer Bundesliga-Rekord gelungen.

Mit dem Tor ist Kießling der erste Spieler überhaupt, der vier Saisons in Folge am ersten Spieltag mindestens ein Tor erzielt hat.

Wenig später zog Schalkes Klaas-Jan Huntelaar mit seinem Tor zum 3:0 gegen Werder Bremen nach.

Das Stürmerduell gegen Kevin Kuranyi entschied Kließling für sich © SPORT1

Hitz wird kein Elfmetertöter

Sieben Elfmeter wurden in der Bundesliga bislang auf das Tor von Augsburgs Marwin Hitz geschossen. Die ernüchternde Bilanz für den Schweizer: Sieben Tore. Auch den Elfer von Salomon Kalou kann Hitz nicht parieren.

© SPORT1

FC Bayern knackt Eröffnungsrekord

Mit dem deutlichen 5:0 gegen den HSV hat der FC Bayern für einen neuen Rekord bei Bundesliga-Eröffnungsspielen gesorgt.

Nie zuvor hat ein Team in den vorherigen 13 Eröffnungsspielen der Bundesliga fünf Tore erzielt. Gleichzeitig war der Erfolg der Münchener der höchste Sieg bei einem Eröffnungsspiel aller Zeiten.

Erstmals wurde im Jahr 2002 ein offizielles Bundesliga-Eröffnungsspiel mit Beteiligung des deutschen Meisters ausgespielt.

Der zuvor höchste Sieg gelang ebenfalls dem FC Bayern mit einem 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach zum Auftakt der Saison 2005/2006.

In der Rangliste der höchsten Siege überhaupt an einem 1. Spieltag liegen die Bayern mit dem 5:0 auf Rang drei. Der höchste Sieg gelang den Kickers Offenbach im Jahr 1974 mit einem 6:0 - ausgerechnet gegen den FCB.