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Die "November Nine" (v.l.): Pappaconstantinou, Stephensen, van Hoof, ewhouse, Larrabe, Tonking, Sindelar, Jacobson & Politano

München - Neun Männer wollen den Titel beim größten Pokerturniers der Welt. WSOP-Spieler des Jahres George Danzer gibt eine Prognose.

Von Marcus Friedrich

An diesem Montag startet der Finaltisch beim Main Event der World Series of Poker (WSOP). Auf diesen Tag haben die "November Nine" fast vier Monate gewartet.

Neun Männer haben jetzt nur noch ein Ziel: Champion beim größten Pokerturnier der Welt zu werden.

Dem Sieger winkt nicht nur ein Eintrag in die Geschichtsbücher, sondern auch das begehrte Bracelet sowie zehn Millionen Dollar Preisgeld.

Der bekannteste Name der verbliebenen Neun ist sicher Mark Newhouse. Er hat schon bevor die ersten Karten verteilt werden Geschichte geschrieben.

Er sitzt nach 2013 zum zweiten Mal am Finaltisch (BERICHT: Newhouse schreibt Poker-Geschichte) und hat damit die Pokerwelt ins Staunen versetzt. Doch auch die anderen acht Spieler haben sich ihren Platz beim Finale verdient.

SPORT1 stellt die Spieler vor und lässt den dreifachen Pokerweltmeister und Spieler des Jahres bei der WSOP, George Danzer, ihre Chancen einschätzen:

1. Jorryt van Hoof: 38.375.000 Chips:

Der Niederländer geht als Chipleader an den Finaltisch und ist für George Danzer der große Favorit. Der 31-jährige Pokerspieler gewann bislang knapp 360.000 Dollar bei Pokerturnieren und ist ein sehr starker Spieler. Hat keinen allzu großen Vorsprung und muss mit dem Druck, Chipleader zu sein, klarkommen. Gelingt ihm das, hat er gute Chancen, Champion zu werden. (copyright: intern)

2. Felix Stephensen: 32.775.000 Chips:

Der Pokerprofi aus Norwegen hatte bislang wenig Erfolg bei Liveturnieren. Der 23-Jährige spielt lieber die Pokervariante Pot Limit Omaha. Umso erstaunlicher, dass er bei einem so großen Feld so weit gekommen ist. Der Titel wäre eine große Überraschung.

3. Mark Newhouse: 26.000.000 Chips

Er hat schon mit seinem zweiten Main-Event Finale Table in Folge Pokergeschichte geschrieben. "Das ist eine grandiose Leistung. Das Main Event geht heute über so viele Tage. Und zwei Mal in Folge so fokussiert zu sein und durchs Feld zu marschieren gehört zu den besten Leistungen in der Geschichte der WSOP", sagt Danzer. Newhouse hat die größte Live-Erfahrung und kennt das Gefühl am Finaltisch zu sitzen. Der 29-jährige Amerikaner hat bislang rund 2,8 Millionen Dollar bei Turnieren gewonnen und gehört zu den ganz großen Favoriten. (copyright: intern)

4. Andoni Larrabe: 22.550.000 Chips

Der Spanier ist der jüngste Spieler am Tisch und in der Live-Szene relativ unbekannt. Gewann bei Turnieren bislang rund 350.000 Dollar. Der 22-Jährige war seit dem dritten Tag beim Main Event unter den Top zehn Chipstacks zu finden. Er ist seit Main-Event-Champion Carlos Mortensen (2001) der erste Spanier am Finaltisch und will es seinem berühmten Vorgänger gleich tun. Ein Sieg wäre aber eine faustdicke Überraschung.

5. Dan Sindelar: 21.200.000 Chips:

Der 30-jährige Amerikaner kam schon bei 17 WSOP-Turnierenins Geld und hat bislang über 500.000 Dollar bei Turnieren gewonnen. Er hat in den letzten sechs Jahren beim Main Event gespielt und dieses Jahr den ganz großen Wurf geschafft. Gehört jedoch nicht zu den Favoriten.

6. William Pappaconstantinou: 17.500.000 Chips

Der professionelle Tischfußballspieler hat es George Danzer angetan. Der 29-jährige Amerikaner hat bislang wenig Turniergelder gesammelt und würde von seinen Freunden überredet, überhaupt am Main Event teilzunehmen. Er hat aber die nötige Lockerheit und Gelassenheit, um auch beim Final Table die Sensation zu schaffen. (copyright: intern)

7. William Tonking: 15.050.000 Chips

Auch der 27-Jährige hat fast keine Live-Erfahrung. Der Mann aus den USA hat bislang knapp 100.000 Dollar bei Turnieren gewonnen. Er ist einer der Underdogs am Finaltisch.

8. Martin Jacobson: 14.900.000 Chips

Der Schwede hat bislang fast fünf Millionen Dollar bei Turnieren gewonnen und gehört zu den drei stärksten Spielern am Tisch. Trotz der wenigen Chips zählt der 27-Jährige zu den Favoriten. Ein früher Aufdoppler und dem Pokerprofi ist alles zuzutrauen. Wird ein Wort um den Sieg mitreden. (copyright: intern)

9. Bruno Politano: 12.125.000 Chips

Die schlechteste Ausgangsposition und die wenigsten Chips am Tisch hat der Brasilianer. Für den 31-Jährigen ist Poker eher ein Hobby. Bislang hat er über 110.000 Dollar bei Turnieren gewonnen. Ein Sieg oder eine hohe Platzierung wäre die große Überraschung.

Fazit: So schätzt WSOP Spieler des Jahres und dreifachr Weltmeister George Danzer den Finaltisch ein:

"Mein ganz großer Favorit ist Jorryt van Hoof. Nicht nur, weil er der Chipleader ist, sondern weil er ein sehr guter Pokerspieler ist. Ich habe schon viel gegen ihn gespielt, und er ist wirklich eine Klasse für sich. Dazu schätze ich Martin Jacobsen sehr stark ein, auch wenn er wenig Chips hat. Er ist ein sehr starker Livespieler, der die Qualität hat, auch mit wenig Startchips das Feld von hinten aufzurollen."

"Dem Zweiten, Felix Stephense,n fehlt meiner Meinung nach ein wenig die Erfahrung. Das könnte ihm zum Verhängnis werden. Mark Newhouse hat schon seinen großen Moment gehabt. Ihn sehe ich nicht als ganz großen Favoriten. Er wird sich lange am Tisch halten, aber wahrscheinlich als Dritter oder Vierter ausscheiden."

"Mir gefällt William Pappaconstantinou sehr gut. Er tritt sehr entspannt auf und macht sich keine großen Gedanken. Ich denke, er wird den Finaltisch auch so angehen und sich keinen Druck machen. Das kann sein großer Vorteil sein.""

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