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Jörg Jaksche wurde selbst des Dopings überführt

Der frühere Radprofi und geständige Dopingsünder Jörg Jaksche hält den Einsatz verbotener Substanzen im Radsport noch immer für alltäglich.

"Doping ist weiter Teil des Systems", sagte der 38-Jährige dem Wirtschaftsmagazin "brand eins": "Im Radsport sind auch nur die Athleten geschasst worden, die Teamleiter, die Manager, die Betreuer, die in das System involviert waren, sind geblieben."

Er vergleiche das System gern "mit Zuhältern und Prostituierten", sagte Jaksche: "Die Luden sitzen in ihren warmen Autos, während die Mädchen bei zwei Grad minus an der Straße stehen und von der Polizei aufgegriffen werden." Es habe keine Läuterung im Radsport stattgefunden.

Zustimmung erhält der frühere Fahrer des Team Telekom von Doping-Kontrolleur Helmut Pabst. Es sei schwer zu glauben, "dass sich an der Spitze des Systems in den vergangenen Jahren etwas verändert haben sollte", sagte Pabst. Dabei verweist der Mediziner auf geschätzte 80 Epo-Derivate, die derzeit kursierten, für die es teilweise keine Nachweismethode gebe.

Hier gibt es alles zum Radsport

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