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"Ich wollte nicht langsam in die Rente rollen, ich wollte gerne mit einem Knall abtreten", sagt Voigt hinterher. Der Weltverband UCI lässt im März 2014 wieder spezielle Zeitmaschinen mit Triathlonlenker und Scheibenrädern für die Stundenhatz zu. Da habe ich mir gedacht, schildert er, "warte mal, das kann ich schaffen." Es sei ein enormer Anreiz für ihn gewesen, mit Legenden wie dem Belgier Eddy Merckx auf der Rekordliste zu stehen, erzählt er: "Wenn ich da meinen kleinen Namen neben sehen dürfte, wäre ich schon sehr stolz. Das ist was für die Ewigkeit." Er schafft es - was für Abgang

Der österreichische Radprofi Matthias Brändle startet in der kommenden Woche einen Angriff auf den Stundenweltrekord von Altmeister Jens Voigt.

Am 30. Oktober versucht der 24-Jährige vom Team IAM Cycling, am Sitz des Radsportweltverbandes UCI im Velodrom von Aigle/Schweiz die Marke des zurückgetretenen Mecklenburgers zu verbessern.

Brändle, zweimaliger Zeitfahr-Meister seines Landes, ist der erste Fahrer, der Voigt den Rekord entreißen könnte.

Der 43-jährige Voigt hatte am 18. September im Velodrom von Grenchen in einer Stunde 51,115 Kilometer absolviert und damit zum Ende seiner Karriere ein letztes Highlight gesetzt. "Jens Voigt hat mich schon als Kind beeindruckt, und aus diesem Grund will ich mein Glück versuchen. Seine Persönlichkeit und sein Stil haben bei mir Eindruck hinterlassen", sagte Brändle.

Für das Jahr 2015 hat bereits der britische Zeitfahr-Olympiasieger und -Weltmeister Bradley Wiggins einen Rekordversuch angekündigt. Auch der deutsche Zeitfahr-Spezialist Tony Martin und der Schweizer Fabian Cancellara beschäftigen sich mit diesem Thema.

"Es ist der Beweis, dass der Stundenweltrekord wieder zu einem Traum für einige Athleten geworden ist", sagte UCI-Präsident Brian Cookson.

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