vergrößernverkleinern
Jens Voigt kann mit dem Verlust seines Rekordes leben

Radsport-Altmeister Jens Voigt hat nicht allzu frustriert auf den Verlust seines Stundenweltrekordes an den Österreicher Matthias Brändle reagiert.

"Ich muss zugeben, dass es ein bisschen schmerzt, den Rekord zu verlieren, aber das ist normal, oder?", twitterte der 43-Jährige, nachdem seine Bestmarke gerade einmal sechs Wochen gehalten hatte.

"Ich hatte nie die Illusion, ihn ewig zu behalten."

Der 19 Jahre jüngere Brändle hatte am Donnerstag im Velodrom von Aigle/Schweiz in einer Stunde 51,852 Kilometer zurückgelegt und damit am Sitz des Radsportweltverbandes UCI exakt 737 Meter mehr geschafft, als Voigt bei seinem letzten Karrierehighlight am 18. September.

"Es war ein extrem hartes Rennen. Gerade zur Mitte habe ich gelitten", sagte Brändle: "Aber nach 30 Minuten wusste ich, dass ich es schaffe." Voigt gratulierte fair. "Hut ab, Matthias. Das war eine starke Leistung."

Der zweimalige Zeitfahr-Meister seines Landes war der Erste, der sich an Voigts Rekord versucht hatte. Der Mecklenburger hatte im Velodrom von Grenchen in einer Stunde 51,115 Kilometer absolviert.

"Jens Voigt hat mich schon als Kind beeindruckt, deshalb will ich mein Glück versuchen. Seine Persönlichkeit und sein Stil haben bei mir Eindruck hinterlassen", hatte Brändle vor seiner Rekordfahrt gesagt.

Der Profi vom Team IAM Cycling könnte seine Bestmarke in einigen Monaten aber auch schon wieder los sein.

Für das Jahr 2015 hat der britische Zeitfahr-Olympiasieger und -Weltmeister Bradley Wiggins einen Angriff angekündigt.

Auch der deutsche Zeitfahr-Spezialist Tony Martin und der Schweizer Fabian Cancellara beschäftigen sich mit diesem Thema.

"Es ist der Beweis, dass der Stundenweltrekord wieder zu einem Traum für einige Athleten geworden ist", sagte UCI-Präsident Brian Cookson zuletzt.

Der SPORT1 Newsflash

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel