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UCI Track Cycling World Championships - Day Four, Robert Förstemann
Robert Förstemann und die deutschen Sprinter scheitern bei der WM in Paris © Getty Images

Die erfolgsverwöhnten deutschen Sprinter haben bei der Bahnrad-WM in Paris eine Enttäuschung erlebt. Vize-Weltmeister Stefan Bötticher (Leinefelde) scheiterte im Einzelwettbewerb am Samstag bereits im Achtelfinale und muss seinen Traum von einer erneuten Medaille frühzeitig begraben.

"Physisch habe ich so viel drauf wie noch nie. Ich habe die Sache im Kopf, ich weiß wie ich fahren will, aber ich kann es nicht umsetzten. Der Kopf spielt momentan nicht so mit", sagte Bötticher.

Für den Teamsprint-Olympiadritten Robert Förstemann (Greiz), der Ende Dezember einen Bandscheibenvorfall erlitten hatte, war schon eine Runde früher Schluss.

"Die Enttäuschung ist riesig. Der Trainingsrückstand durch meine Verletzung war einfach zu groß. Ich habe es im Vorfeld ein bisschen geahnt", sagte Förstemann, der in der zweiten Runde knapp am 22-jährigen Australier Matthew Glaetzer scheiterte. "Im Endeffekt stehe ich hier und habe mich der Aufgabe gestellt. Darauf kann ich stolz sein. Ich komme mit einer Medaille nach Hause", sagte Förstemann. Im Teamsprint am Mittwoch hatte der 28-Jährige Bronze gewonnen.

Bötticher, der in der Qualifikation die beste Zeit auf die Bahn gebracht hatte, musste sich in der Runde der besten 16 dem Vorjahresdritten Denis Dmitrijew aus Russland geschlagen geben. Auch im anschließenden hochkarätig besetzten Hoffnungslauf hatte der 23-Jährige das Nachsehen. "Es ist sehr brutal, dass er so früh ausscheidet", sagte Bundestrainer Detelf Uibel.

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