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CYCLING-TRACK-WORLD, Kristina Vogel
Kristina Vogel feiert ihren Weltmeistertitel in Paris © Getty Images

Kristina Vogel hat bei der Bahnrad-WM in Paris ihren Titel im Sprint erfolgreich verteidigt. Die 24-Jährige aus Erfurt setzte sich im Finale am Samstagabend in zwei Durchgängen gegen die Niederländerin Elis Ligtlee durch. Für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) war es die dritte Goldmedaille in der französischen Hauptstadt. Zuvor hatten Stephanie Pohl (Cottbus) im Punktefahren und Lucas Liss (Unna) im Scratch die Titel gewonnen.

Die erste Schrecksekunde hatte Vogel während des ersten Finallaufs verdauen müssen. Als sich die Kontrahentinnen belauerten, verlor Vogel mit dem Rad den Halt auf der Bahn und fiel auf die rechte Seite. Offenbar unverletzt stieg Vogel aber wieder auf und entschied das Duell nach einem Neustart in einer Millimeter-Entscheidung. Im zweiten Rennen gab sie sich keine Blöße mehr und siegte mit einer knappen Radlänge Vorsprung.

Schon im Halbfinale hatte Vogel starke Nerven bewiesen und Zhong Tianshi aus China nach einem verpatzten Auftakt noch in drei Läufen ausgeschaltet. Vor ihrem ersten Rennen gegen Zhong war Vogel zudem zu einer unfrewilligen Pause gezwungen worden. Da Wasser von der Decke des nagelneuen Velodrome National auf die Bahn tropfte, wurden Vogel und Zhong wieder vom Oval gerufen.

Helfer arbeiteten rund 20 Minuten an einer Lösung des Problems und wischten die Nassfläche mit Tüchern immer wieder trocken. Die Organisatoren nahmen das Malheur mit Humor - und ließen den Song "Why Does It Always Rain on Me?" der britischen Rockband Travis aus den Boxen erklingen.

Bereits am Freitag war Vogels Teamsprint-Partnerin Miriam Welte (Kaiserslautern) im Achtelfinale ausgeschieden.

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