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2014 Paris - Roubaix Cycle Race
Die Strecke von Paris-Roubaix ist für die Abschnitte auf Kopfsteinpflaster bekannt © Getty Images

Das Radrennen Paris-Roubaix ist ein Klassiker. Die Strecke ist berühmt für ihre Abschnitte auf gefährlichem Kopfsteinpflaster. John Degenkolb ist einer der Favoriten.

Paris-Roubaix ist der Höhepunkt des Radsport-Frühjahrs. Von 253,5 Kilometern müssen die Profis 52,7 auf mittelalterlichem Kopfsteinpflaster bewältigen. John Degenkolb liebt diese Herausforderung und zählt nach seiner Glanzleistung im Vorjahr auch diesmal zu den Top-Favoriten. 

SPORT1 liefert alle Fakten zur "Königin der Klassiker":

  • DIE DEUTSCHEN
CYCLING-ITA-MILAN-SANREMO
2015 gewinnt Degenkolb das Rennen von Mailand-Sanremo © Getty Images

Allen voran trägt John Degenkolb die Hoffnungen auf ein Spitzenergebnis. Ein Sieg in der "Hölle des Nordens" wäre für den Thüringer das Größte, selbst der Triumph bei Mailand-Sanremo vor drei Wochen würde da nicht heranreichen.

"Es ist schon die große Liebe, ich kann das nicht verhehlen", sagt der 26-Jährige über den gnadenlosen Ritt. Im Vorjahr lieferte Degenkolb eine Glanzvorstellung ab, wurde nur vom Niederländer Niki Terpstra geschlagen. Rang sieben bei der Flandern-Rundfahrt am Ostersonntag zeigte, dass die Form stimmt.

Neben dem Kapitän des Teams Giant-Alpecin könnten Andre Greipel und Marcus Burghardt für eine Überraschung sorgen, für beide sind bei Lotto-Soudal und BMC aber eigentlich Helferrollen vorgesehen.

  • DIE FAVORITEN
Alexander Kristoff-Katjuscha
Alexander Kristoff ist in bestechender Form © Getty Images

Im Mittelpunkt steht der Norweger Alexander Kristoff (Katjuscha), der sich aktuell in einer außergewöhnlichen Verfassung befindet. An Ostern gewann der 27-Jährige überlegen die Flandern-Rundfahrt, bei Mailand-Sanremo überspurtete ihn Degenkolb erst auf den letzten 25 Metern. Insgesamt stehen für Kristoff in dieser Saison bereits elf Siege zu Buche. "Alle gucken auf Kristoff", sagt Degenkolbs Manager Jörg Werner.

Vergessen werden sollte aber nicht das Team Etixx-Quick Step mit dem Tschechen Zdenek Stybar und Vorjahressieger Terpstra, bei der "Ronde" Zweiter hinter Kristoff. Außerdem wollen Lars Boom (Niederlande/Astana), Sep Vanmarcke (Belgien/LottoNL-Jumbo) und auch Peter Sagan (Slowakei/Tinkoff-Saxo) ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Und nicht zuletzt ist da der Brite Bradley Wiggins (Sky), der im letzten Straßenrennen seiner Karriere einen Paukenschlag plant. 

  • DAS KOPFSTEINPFLASTER

27 Pave-Sektoren warten auf die Radprofis, insgesamt 52,7 km auf anachronistischen Straßen, die diesen Namen eigentlich nicht verdienen. Eingeteilt werden die Passagen in Kategorien von eins bis fünf. Die brutalsten Teilstücke erhalten fünf Sterne und beginnen mit dem denkmalgeschützten Wald von Arenberg.

Defekte und Stürze sind hier fast unvermeidlich. "Im Wald von Arenberg ist es, als wäre da ein Kipper hingefahren, hätte die Klappe aufgemacht und alle Kopfsteine einfach rausgeschmissen", erzählt Degenkolb. Ähnlichen Charakter haben die Passage Mons-en-Pevele und der Carrefour de l'Arbre. Ein Erfolg in Roubaix, für den es eine Pflasterstein-Trophäe gibt, ist sicher auch vom Glück abhängig.

  • DIE GESCHICHTE
Tour of Qatar - Stage Six
2014 gewinnt Niki Terpstra die "Königin der Klassiker" © Getty Images

Paris-Roubaix findet zum 113. Mal statt, einen deutschen Sieger gab es nur bei der Erstauflage im Jahre 1896. Es war Josef Fischer. Der Name "Hölle des Nordens" stammt aus der Zeit nach Ende des Ersten Weltkrieges, in dem die Region völlig verwüstet worden war.

Die Bezeichnung "Königin der Klassiker" erhielt das Rennen, weil es als das härteste der sogenannten fünf Radsport-Monumente gilt. Manch ein Fahrer kann nach der Tortur tagelang kaum gehen. In Paris fällt der Startschuss allerdings schon seit 1977 nicht mehr, los geht's gut 80 km nördlich vor dem Schloss von Compiegne.

  • DAS WETTER

Richtig heikel wird es bei regnerischen Bedingungen, dann sind die Paves kaum noch zu beherrschen, glatt wie Schmierseife. "Wenn es regnet, ist das eine Schlammschlacht", sagt Degenkolb. Für den Sonntag ist das Risiko diesbezüglich gering. Aber auch Staub und Dreck sind kein erstrebenswertes Make-up, denn davon dürfte es jede Menge geben. 

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