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CYCLING-ITA-GIRO
Alberto Contador zeigte erneut keine Schwäche © Getty Images

Radprofi Alberto Contador hat am "Schicksalsberg" von Marco Pantani einen weiteren Schritt in Richtung Gesamtsieg beim 98. Giro d'Italia gemacht.

Der 32-jährige Spanier zeigte am Sonntag bei der berühmten Bergankunft in Madonna di Campiglio keine Schwäche und liegt auch nach der der 15. Etappe im Klassement klar in Front.

Der Vorsprung auf seinen italienischen Rivalen Fabio Aru (Astana) wuchs auf 2:35 Minuten.

Contador erreichte das Ziel als Dritter knapp vor Aru (Astana), der Vierter wurde.

Der Tagessieg ging an Contadors Landsmann und Aru-Assistent Mikel Landa. Bester Deutscher war Marcus Burghardt (Zschopau/BMC), der das Ziel mit einem Rückstand von 19:35 Minuten auf dem 76. Platz erreichte.

"Astana war heute sehr stark, aber meine Beine waren gut. Ich hätte die Etappe auch in Gedenken an Pantani gerne gewonnen, der eine große Inspiration für mich war. Aber es hat viele Attacken gegeben, und es war unmöglich, sie alle zu kontrollieren", sagte Contador.

Der Tinkoff-Saxo-Profi bewies auf dem 165 km langen Teilstück mit Start in Marostica, warum er schon im Vorfeld der Rundfahrt als Top-Favorit auf den Gesamtsieg gegolten hatte.

Während Aru bis zuletzt von Helfern seines Teams eskortiert wurde, war Contador schon am Passo Daone, dessen Spitze sich rund 30 km vor dem Ziel befand, auf sich allein gestellt.

Auf dem Weg zum Ziel ging Contador die vereinzelten Angriffe des Astana-Gespanns mühelos mit, verzichtete aber auf eigene Attacken und beschränkte sich auf das Verwalten des Vorsprungs.

Das Rosa Trikot hatte Contador am Samstag durch einen dritten Platz beim Einzelzeitfahren nach Valdobbiadene von Aru zurückerobert.

In Madonna del Campiglio war vor 16 Jahren der italienische Radsport erschüttert worden, als "Pirat" Pantani in Führung liegend aufgrund eines erhöhten Hämatokritwertes zwei Etappen vor Schluss aus dem Rennen genommen wurde.

Der Vorfall leitete den Absturz des Idols ein, der fünf Jahre später im Tod Pantanis sein tragisches Ende fand.

Am Montag bietet sich dem Peloton beim zweiten Ruhetag der Rundfahrt die Möglichkeit zur Erholung.

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